Band 
Erster Theil.
Seite
276
JPEG-Download
 

In. d S;5o.

V.L G. 2648-

276 ii Hauptst. Algemeine Gefthichte von der Simdflut bis Abrahams Geburt.

§. 297. .

_Salah ist der einige Erzvater, von dem die christlichen Schriftsteller mit >eh

Vom Salah. ein gleiches Stilschweigen beobachtet haben. Einige haben ihn vor einerley mit dem Pro-pheten Galah gehalten, der zu dem Stam Thamud, im steinigen Arabien §), die wahreReligion zu predigen gesandt worden; doch dieser letzte hat offenbar später gelebt, als der EHVater

§. 298.

Vom Pekeg. Es ist die algemeine Meinung, daß die Hebräer ihren Namen von dem Erzvater^ Eber (L) ,dem Sohn Salah, bekommen; und viele Juden sowol als Christen eignenihm die Ehre zu, der Stifter des Namens und Volks der erstem gewesen zu seyn I s^)'Es ist aber viel warscheinlicher, daß der Name der Hebräer dem Abraham und seinenNachkommen sey beigelegt worden von dem Uebergange der Ströme auf dem Wege vonIrak, oder Chaldäa, nach Sprien so daß ein Hebräer in der ursprünglichen Bedeu-tung des Worts nichts anders heißen sollen, als ein Man von jenseit des Euphrars.

§. 299.

-) äs reli§. vet. kert. p. 58. bibl. vrisnr, art. »-)/»/-/,L.rnric;u, l b. I.c> 7.

80z. annal. pap. 47. -) S. p. ,l äs rel. vec. l-ers. p, 4.7. erc.

einverleibet worden; die von vielen cmgefürte Dis- l.M) Die Vertheidiger dieser Meinung füren vieleserration Da». Whirbys in seiner Auslegung des Gründe an, dieselbe zu bestätigen, deren doch nurNeuen Testaments, ist ein Stück der algemeinen zwey von einiger Erheblichkeit zu seyn scheinen, nennVorrede zu solcher Auslegung. lieh: 1) daß, da ein Erzvater dieses Namens unter

den Voreltern der Juden angetroffen werde, es

(K) Ein arabischer Schriftsteller macht den Pro- vernünftig sey zu glauben, daß sie ihren Namen vonpheten Salah zum Sohn Ajaphs, des Sohns demselben bekommen. -.-Daß vom Sem ausdrück-Caffekh, des Sohns -Hawers, des Sohns Rha- lich gesagt werde, er sey ein Vater aller Kinder desder, des Sohns Thamud, des Sohns Gacher, Eber (4;).

des Sohns Acam, des Sohns Sem (40); so daß er Auf das erste ist geantwortet worden: Wenn Mo-; Geschlechter spater gelebt, als der Erzvater Salah, ses nichts davon melde, so reiche die blosse Aenlich-der der dritte in absteigender Linie voni V 7 oah ge- keit des Namens nicht hin, die Frage zum Vortheilwesen. Ausserdem folgte die Zerstörung des Stams dieser Meinung zu entscheiden. Was man aberThamud erst auf die Verwüstung des Stams Ad, ferner anfüren wil, sowol von der vorzüglichen Fröm-«m welchen der Prophet -Hud oder Eber gesandt migkeit und Verdiensten Ebers vor den andernworden, wie wir aus einem der Ausleger des Ro- Erzvätern, als auch von der hebräischen Sprache,rans ersehen (41); folglich mus Salah, der Pro-- die allein von ihm und seinen Nachkommen so! sey»phet der Thamuditen, später als Eber gelebt haben, gcredt. und aufbehalten worden: das heist nicht nur

(L) Das hebräische Wörter-Eber bedeutet sen- voraussetzen, was zu erweisen ist, indem nicht dekseit«, oder schlechtweg einen Uebergang; warum geringste Grund zu diesen Meinungen in derer so genant worden, ist ungewis- Doch, wenn die-He- Schrift zu finden; sondern mag auch mit Rechtbräer von ihm so benant worden, wie sich viele ein- in Absicht des ersten Stücks unrichtig zu seyn ge-bildet; ; warum solle ihm dieser Name nicht haben mutmasset werden, weil man doch nicht annemenkönnen weiffaqungsweise vom Salah beigelegt wer- kan, daß er frömmer gewesen als Sem; wie es lin-den, den künftigen Uebergang seiner Nachkommen- leugbar in Absicht des letzten falsch ist -44), indem dasschaff über den Euphrar in das Land Lanaan zu hebräische von Völkern geredt worden, die garnichtbezeichnen? auf eben die Art, wie einige annemen, von seiner Nachkommenschaft gewesen.

Eber habe seinen Sohn Peleg genant, weil er die Auf das zweite ist verseht worden: Das Wort E-Theilung der Erde vorhergesehen, die sich gegen der, in der vbgedachten Stelle, habe gar keine Absichtdas Mittel oder Ende seines Lebens zutragen sol. auf eine Person, sondern auf eine Gegend, folglichlen? Uebrigens wird dieses Erzvaters Name in ei- bedeuten die Worte gar nicht die Kinder des Ei-nigen Uebersehungen mit dem Namens -Heber vaters Eber, sondern ein Volk, welches auf der ei-verwechselt, welche beide in einem Capitel vvrkvm- nen oder andern Seite des Stroms gewont, wa-rnen (.42). durch entweder der Euphrar, oder der Tigris, oder

beide

(40) Spuä v'kterbelot bibl. orisnl. in,rr. Zzlab p. 740. (qi) gsinä v'blsr-

beior ibiä. l>. 741. l 49 > Lhrsn 8, IS. >7.». (4z) I Mos iv,-I. s44) Siehe die nächste

Anmerkung- .