Band 
Erster Theil.
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299
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4 Mschnit. Vom Aufbmch »ach Sinear und Erbauung Babels. 2gs

Vierter Abschritt.

Vom Aufbruch der Menschen aus der

Ammcnach der Eb-neSm-ac, um »°»d-r Erbauung Savels.

Inhalt. Erbauung Babels,;?9- welcher Bau

Die Söhne Noch begeben sich in die Gegend Sinear ;;o. Frage: Ob dieser Bau künd-

z-4- ?-r- Nähere Beschreiduns >^dek Gegend. w!e sis ^« "echliidec der alten Babels »r.

§' ^ 4 »

in diesen Zektlauf zwey bis drey sehr merkwürdige Begebenheiten einfallen, nein, Eingang,lich die Erbauung Babels durch die-Nachkommen des Noäh, die Verwirrungder Sprachen, und die Zerstreuung der Menschen: so liegt uns ob, dem Leser eint-ge Nachricht von diesen wichtigen Vorfallenheiten zu geben, deren Wirkungen noch bis aufdiesen Tag empfunden werden, und die dem menschlichen Geschlecht zweifelsohne sehr vor-teilhaft gewesen.

§. Z25.

Nach dem Tode Noah hielten seine Söhne, Sem, Ham und Iaphet, vor rat- Die sshmsam, mit ihren Häusern aus den Ebenen um den Berg Ararar aufzubrechen, wo wir an- gehennemen, daß sie bis dahin geblieben: und indem sie von Morgen reiferen, fanden sieeine Ebene in demLande Sinear, und wonren daselbst'). Der Ausdruck in die-ser Schriftstelle hat einigen Zweifel veranlast, ob durch Ararat Armenien verstandenwerden könne, weil alsdenn ihre Reise von Nordwesten aus würde gegangen seyn. Da-her es andere, an stat vom Morgen, gegen Morgen übersehen. Doch ist gar nicht nö-tig dem Text Gewalt anzuthun, einer geographischen Schwierigkeit abzuhelfen. Mo-sib sprach nach seiner besten ErkentniS, oder vieleicht beziehungsweise auf die Wüste, inwelcher er schrieb, gegen welche Sinear ostwerts gelegen; daher er schließen mochte, daßArarat auch gegen Osten gelegen, weil dasselbe von ihm noch weiter entfernet gewesen.

Oder man kan die Schwierigkeit auch leicht heben, wenn man mit dem Archer *) undandern annimt, die Menschen haben sich bey ihrer Vervielfältigung in der Gegend von A-rarm, südostwärts ausgebreitet, und einige geringe Veränderungen des Orts vorgenom-men, zwischen der Zeit der Verlassung Ararars und der Ankunft in die Gegend, aus wel-cher sie, diesem Bericht nach, gegen Sinear aufgebrochen, so derselben westwerts mag ge-igen haben. Doch wenn alles genau erwogen wird, scheint das Versehen auf Seiten derAusleger, und nicht des Moses zu seyn; denn eben der Berg, der noch heutiges Tages un-ter uns vor den Ararat gehalten wird, liegt über zwey Grad weiter gegen Morgen, als dieStadt Sinear, oder Senjar, von welcher die Ebne aller Warscheinlichkeit nach denNanien bekommen: und wenn die Söhne LTloah zu Sinear von der mitternächtigenSeite angelanget sind, so haben sie notwendig vom Morgen aus, oder, welches einerley ist, ge-gen Abend reisen müssen, um daselbst anzukommen; ob sie gleich auch ebenfals gegen MittagMüssen gereiset seyn, denn Ararat liegt ohngefär nordöstlich gegen Mitternacht vonSine-ar. Doch da alle Erdbeschreiber, den De Liste ausgenommen, diesen Berg ein gut Stückdon seiner eigentlichen Stelle weiter gegen Abend gerückt, so sind die Ausleger und Geschicht-

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