ZOO II Hauptst. Algemeine Geschichte von der Sündflut bis Abrahams Geburt.
J n.d^>.40'. schreibet, die sich auf jene verlassen, verlegen gewesen, die Worte der Schrift mit einer Sa-v.L.G. "S7-che ^ vergleichen, die sie vor ausgemacht gehalten, daß nemlich Ararac gegen Abend vonSinear liege, keineswegeö aber gegen Morgen
§. Z2S.
Untersickuna Es fält schwer, die Gränzen zu bestimmen, welche das Land Sinear (E) in den alte'
der läge Si-ftsn Zeiten gehabt. Die Schrift benachrichtigt uns, daß die Stadt und der Thurmnears." Del in einer Ebne dieses Landes *) sey erbauet worden, und daß L7?ek>ucadnezar die Oe-säße des Tempels in das Land Sinear, in das Haus seines Gottes ?) gebracht habe, webches aller Warscheinlichkeit nach der Tempel des Belus in Babylon gewesen. AusserBabel werden in der Schrift noch drey andere Städte gemeldet, die in Sinear gelegenhaben, nemlich Erec, Acad, und Talneh *); doch da alle viere in keiner grossen Enkftr- !
nung von einander") scheinen gestanden zu haben, so last sich daraus der Umfang dieses !
Landes nicht beurtheilen. So viel kan überhaupt gemutmaffet werden, daß es sich weitergegen Mitternacht als Mittag von Babel erstreckt, und gröstentheils, obgleich nicht ganz,zwischen dem Euphrac und Tigris gelegen habe; denn Babylon, wenn es mit Babeleinerley gewesen, stand an der Morgenseite des Euphrats (3), der langst der Abendseiteder Stadt vorbey flos, ehe Nebucadnezar die neue Stadt an dem diffeitigen Ufer des ^Flusses erbaute, der hierauf mitten durch die ganze Stadt lief.
§. Z27-
Fortsetzung Wir treffen Spuren des Namens Sinear in diesen Gegenden beides bey alten und neu-
verleiben, ern Schriftstellern an. Sennaar von Babylon wird im Hessläus, dem Mitesser ö),angefürt; und die Stadt Singara in Mesopotamien von verschiedenen andern ^). Ei-nige
-)!Mos.'i,i. sq.in,,o. zgDan. 1,2. -) I Mos. 10,10. s) Siehe oben §.r 85 . ^ axu -1
anciqu. I. c.;. er 6e pracy. euLnxel. I. 9 c. 15. c) kilt.iiar.
in ex»ti sä soiirsr. vit. sxenr. !
(rop. B.) Daß diese Niederlassung und Anbau-«ng in Sinear alhier nach L 7 oäh Tod gesetzt wird,geschieht dem Vorurtheil der angenommenen sama-riramscken Zeitrechnung zufolge. Unter den 4Meinungen über denAuSdruck vonMorgen i Mosist die erste eine gewaltsame Verdrehung derWorte, so aus den Stellen i Mos iz, n. i Sam.»4,; nicht bestätiget werben kan, welche von einigenmit Drusto zum Behuf derselben angefüret werden;die zweite, eine verwegne und unerweisliche Beschul-digung Most« (>08), davor in Ermangelung an-derer Auflösungen dieser Schwierigkeit weit erträg-licher und scheinbarer wäre, mitBochartoanzune-men, daß Moses sich der Gewonheit bedienet, dienach ihm manche morgenländische Schriftsteller ge-brauchthaben, alle Länder jenseit des Tigris als ge-gen Morgen, die disseitigen aber als gegen Abendliegend anzusehen; die dritte und vierte richtigeDeutungen können mit einander verbunden werden,und zugleich stak finden. Daher nicht nötig ist, einsonst unbekantes Land Reden, zu erdichten. Die70Dolmetscher haben Zach. ;,n. und Jesu,nSinear durch Bkbylonien überseht.
(E) Im hebräischen heist dieser Name jShinaar oder Sennaar; im arabischen Sem >sar. Bocbact sagt, es stamme von^ Naar ab,welches zerstreuen oder ausbreiten heist (94); und ,wenn dem so ist, so konte dieser Name von den Nv-achiven der Ebne nicht seyn beigelegt worden, wo siesich zuerst niedergelassen,wieIosephns versichert^,)'wo man nicht annemen wil, daß sie die Zerstreuungvorher gesehen, aufweiche diese Abstammung, wen»
sie richtig ist, klärlich abzielet.
(F) Unter andern Umständen kan bemerkt wer-den, daß die neuern Reisebeschreibungen den Ey-phrat in diesen Gegenden anderthalb Meilen breitvorstellen, dahingegen Strabo sagt, die Breite des-jenigen Armes von diesem Strom, der durch Baby-lon geflossen,sey nur ein Feldweges (96), oder der achteTheil von einer Meile gewesen; obgleich die Bra-cke, nach Diovori Bericht (97), fünf Feldwege»lang gewesen, wenn er sich nicht irret. Dochseht, der Strom sey so breit, als die Brücke lang ge-wesen : so wird bis nur ein wenig mehr als ein Dr»-theil von der jetzigen Breite des Euphrats ausrr»gen, der gleichwol tiefer unten, bey -Hella, schmal^wird.
K94) pkg1c§. I. >. c 5.
»
(95) ämiy l. I. c. 4.
(§6i llib >6.
(97) Üb. r.