Band 
Erster Theil.
Seite
305
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Abschritt. Vom Aufbruch nach Sinear und Erbauung Babels. ZOZ

Und es ist ivarscheinlich, daß nach dem Bau von Babel Sem und seine Nachkommen In dS-4°>.das zunächst liegende Land zu ihrer Niederlassung °) erwälet, oder sich anweisen lassen. Da-^ ^7-

Her das höchste, so wir mit dem Buxrorfund andern^) alhier zugeben können, nur darinbesteht, daß sie den übrigen diese Unternemung mögen wiederraten haben ("ch.

§. ZZ2.

Der Leser wird notwendig neugierig seyn, einige Nachricht von einer Stadt und ei- Beschreibungnem Thurm zu sehen, dessen Bau alle Menschen in der Welt so viele Jahre hindurch be- Babels,schaftiget hat. Die Schrift benachrichtiget uns, daß sie gebraute Ziegel stat der Steine,und Harz statt des Kalkes gebrauchet haben r). Nach einer morgenlandischen Ueberliefe-rung wandten si> drey Jahr auf die Verfertigung und das Brennen dieser Ziegel, deren^er dreizehn Ellen lang, zehen breit, und fünfe dick gewesen ^). Der Leim, womit dieseSandsteine verbunden wurden, war eine dem Pech änliche Materie, oder ein Harz'), wel-ches

Siehe be» folgenden 6ten Abschnitt. /") viSert. pKUolngico-cheolox. p. 70. x) l Mas. n, 7.

ib) p. in annal. k». 5). r) rrnei^u. iil). I. erry, !«

verstand eines Theils allezeit richten mus, stehetsolcher Meinung gerade entgegen, und dieser letzteAusdruck ist offenbar nur der Abwechselung wegengebraucht worden : zu geschweige», daß diejenigen,welche diesen letzten Grund so stark treiben, nicht zuerwegen scheinen, daß vor der Zerstreuung der Un-glaube nicht wol unter die Menschen eindringenkönnen ; welche, wie sich ganz vernünftig schließen^ sie beisammen geblieben,sowo^ zu einerley

Glauben als gemeinem Wesen verbunden gewesen.

(rir B>) Von dem babylonischen Thurm istvusfürlich gehandelt worden, ausser den hier ange-surken Rircher und Perizonio, in Aug. Lalmetschstl stir lztour lie stsdle im ersten Theil seiner Aus-legung der Schrift pag. Z4w- Patr Delany Un-

tersoer Offenbarung Tb ^ Abh. z. pag. 94. rc.chac.Saurins äileüir Is llible ciiffio; Joh.Ioach.oentgrafs äiss. äe tnrri Kabel, deren Auszug im^ten Bande der melhornistben Erklär, der heil.Schrift p. 2;; re. vorkamt; Joh. Jac. Gcheuch-^rs Rupftrbibcl Tb-1 pag 8z rc. Aeg.Strau>chrr äul>. Kitt. et ckronol. clist. ll; Joacki. Lolsm-vr äe crusss exstr. «irr. bab. und Dan. -Hovnoviine struÄ. turr. babyl ingleichen in Sani. Sckuck'-socSs -Harmonie Tb- l pag 7 ^ rc Sam. Bo-warts phaleg Th. i B. i c. 9, und Joh Conr-Diererici anklg. bibl. Th. l. v. »6. Die Misdeutungder Worte >Mos n, 4. vom reichen bisanvenFimmel, die doch nur eine sehr grosse und außeror-dentliche Höhe anzeigen, ;Mos i,> 8 . 9,1. Dan.4 , 8 hat zu einem grossen Theil der ungegründekenMutmaßungen von den Absichten dieses Baues Ge-legenheit gegeben. Da» alhier so stark behaupteteAntheil des ganzen menschlichenGeschlechts an diesemBau, erhellet aus den angehörten Gründen bey wei-len nicht so unwiedersprechl ich, als die Verfasser mei-nen. Das rote und nte Kapitel stehen in keinem

unmittelbaren Zusammenhange, als hier angenvm-

A.W.H-i Theil.

men wird ; vielmehr ist offenbar im roten Kapitelmanches zusammen gefastet worden, das Verzeich-nis der Geschlechtsfolgen nicht zu zerreißen, sy imfolgenden weiter ausgefüret wird. Daher nicht ebennotwendig das Work Erde oder Land c.n,i ausc.io,zL vom ganzen Erdboden zu verstehen ist, wor-auf alle hier vorgetragene Gründe hauptsächlich be-ruhen. Ob nun gleich der Ausdruck c. n,; wederfür noch wieder diese Meinung gebraucht werdenkan: so ist doch aus c. io, ro weit warscheinlicher,daß Nimrod, oder die Nachkommen-Hams, diesenBau vorgenommen; ohne daßdievomHrn.-Herm.von der -Hürde in den hier angesäeten epbem.pbi-lol. vorgetragene Meinung, daß die -Hamiten sichdadurch gegen die Semite« befestigen, ja durch dieseaufgebauete Festung sie bezwingen wellen, stat finde.Welche Erdichtung doch noch weit erträglicher ist,als die seltsame und unverantwortliche Ausschwei-fung desselben, so er in der biüorir reßni bab^lo-nica per L>rum euerli ex kabulis motaicis 6enesH, 1-9 äeteÄa vulgr täbula äc confustonc linxua-rnm in ttiri-i babxlsnica vorgetragen: welche Schriftin dem tom. l in lobulii, s bittoria populi lfraelizin sil'vriaco imperio p>74 ig Mit vorkamt, und wo-mit eine andere eben daselbst p. 204 kg. befindlicheSchrift, blimroä et kelcg 3 confuliune linguarumsc llisperüone Pentium, limilibusgue turris bab^Io-nicae kabulis, libersti per sureas mosaicastabul«,übereinkomt, darin der Hohepriester Jostra, zur Zeitder Zerstörung Babels durch Lyrum.vor den Ver-fasser dieser Erzälung von solcher Begebenheit aus-gegeben wird. Eine kürzere Widerlegung diesesun-verschämten Einfals ist in Ioh Jac. RambacksRirclieuhist. alt. Test pag 229 w. anzutreffen; eineausfürlichere aber in Hrn. D. Christ. Bened. Mi-chgelis commcntatione apologocerica, gua origolingiise bebraeaeex grzeca comicüikur, el pericopsmolbica 6enes n, 1-9 ßenuino et proprio kuosuätori, retsti se lenliü reüituitur.

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