362 UI Haupst. Geschichte EgypLens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
§. 4 v 6 .
Namen des-^W^gppten, welches von seinen alten EinwonernLhemia«), und jeßo von den Ls-selben. pren Chemi gcnennet wird, sol diesen Namen von Ham, dem Sohne Noad,
haben; weil es in den Psalmen mehr als einmal das Land HaMSheisset. Die Benennung aber, unter welcher er gemeiniglich in der Schrift vorkamt, istzraim,daher es die Araber und andere morgenländische Völker noch heut zu Tage Mesr nen-nen, welches die Griechen Messe und Mesträa schreiben. Wir haben bereits angemerket/daß Mizraim ein Wort sey, so eine Endung von der zwiefachen Zahl hat ^); daher ei-nige davor gehalten, es sey in dieser Zahl gebraucht worden, der Eintheilung Egyptens inzween Theile wegen, deren hernach Erwenung geschehen wird: und nachher dem erste"Bewoner desselben, dem Sohn Harns, beigelegt worden <). Die einfache Zahl Major be-deutet eine Festung, und wird, einiger Meinung nach, in der Schrift auch als der eigentüm-liche Name dieses Landes gebrauchet ^). Wiewol andere, insbesondere auch unsere Ueber-setzung, das Wort als ein algemeines Nenwort übersehen. Bocharr stehet in den Gedan-ken, Egypreir habe diesen Namen von der natürlichen Festigkeit seiner Lage bekommen«).
§. 407.
GewSnlichste Bey uns ist dieses Land am meisten unter seinem griechischen Namen Egyptt"benennnng. betank, dessen Ursprünge die Schriftsteller auf verschiedene Art erklären. Einige sagen, essey von einem seiner Könige, Namens Egpptus^), also benennet worden: es scheinet übetvielmehr das Gegentheil stat zu finden, indem nicht nur das Land, sondern auch desselbenberümter Flus, der pkil, vor Alters eben denselben Namen gehabt haben. Andere behau-pten, es heisse nichts anders, als das Land der Lopten r): indem Aia auf griechisch ei"Land bedeute, und Aecopros zur bequemern Aussprache gar leicht in Aegyptus habe ver-ändert werden können. Allein, diese Herlcitung scheinet eben so schlecht gegründet zu sey",als die erstere. Denn die Stadt Coptus, von welcher die Ueberbleibsel der alten Egs"prer noch die Copren heissen, lieget sehr weit hinauf in Oberegypren, und ist, aller Ver-mutung nach, den Griechen noch lange gänzlich unbekant gewesen, nachdem dieser Nanieschon unter ihnen üblich geworden. Die warscheinlichste Meinung anderer, die noch weni-geren Grund haben, nichtzu gedenken, ist demnach, daß diese Gegend von ihrem schwarze"Boden so genant worden, inglerchen von der schwarzen Farbe sowol ihres Flusses^ als E>n-woner. Denn eine solche schwärzliche Farbe heisset bey den Griechen Aegyptios, vo"Gyps und Aegyps, einem Geier, als einem Vogel von dieser Farbe, und bey den Latei-nern subvulmrius. Aus eben der Ursache sind diesem Lande von den Griechen nochandere Namen, von gleicher Bedeutung, gegeben worden, als Aeriaund MelambolUd-Der Flus selbst ist auch Melo oder Melas genant worden; von den Hebräern Shihotund von den Aerhiopiern Siris ^), welche Namen insgesamt schwarz bedeuten. Und, plmarch scheint anzuzeigen, daß die Einwoner ihr Land um deswillen Chemia benennet,weil sein Boden sehr schwarz sey, wie der Augapfel') (^).
§. 40^'
>6-1. er Otir. p. ^4. L) Sieht vbkN §. 475. r) S- or!x. kMpt. p. 6. /).*
Don. 19,24. Ies. 19,6. Mich. 7 ,12. -) l!b. 4. c.24. /°) -ksli>.
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(rzS-B ) Bey dieser mit vielem Fleis ausgear- gebraucht, sondern auch ein nützlicher Auszug ausketteten Abhandlung von Egypten sind nicht nur die den besten Nachrichten der neusten Reisebeschreibun-rigentlichen Quellen der alten Geschichte sorgfältig gen ertheilt worden. Nach derselben Zeit sind drey
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