Z70 in Hauptst. Geschichte Egyptens bis Men Zeiten Alexanders des Grossen.
der Nil nicht bis zu seiner gewönlichen Höhe steiget, und dadurch einen MiSwachs in denübrigen Theilen von Egypren veranlasset
§. 42 !.
Von dem Nachdem wir von der Fruchtbarkeit Egyptens geredet haben, würde es ein un^Nilstr-str. löslicher Feler seyn, wenn wir nicht etwas von dem Nilstrom melden solten, dem diesesLand seine ganze Fruchtbarkeit und Glückseligkeit zu danken hat. Die Brunnen oderlen dieses Flusses waren den Alten so völlig unbekant, daß sie es vor ganz unmöglich hielte",dieselben zu entdecken. Nunmehro aber weis man wohl, daß sie in Erhiopien sind; obwoldie neuern Reisende in ihren Berichten unterschieden sind, wie wir sehen werden, wenn w>rauf ihre Beschreibung an einem bequemern Ort kommen werden. Der Nil körnt fastunter der Wendungölinie des Krebses in Egypren; indem er sich beim Durchgang dersel«ben mit Heftigkeit von nicht weniger als sieben Fällen über spitzige Felsen und gahe Oertssvon einer sehr ansenlichen Höhe mit solchem Geräusche herabstürzt, daß man es etliche Msslen weit hören kan. Die Einwoner dieser Gegenden pflegten die Fremden vorzeiten miteinem erstaunlichen Schauspiel zu unterhalten, welches, nach dem Berichte einiger neuere"Reisenden, noch geschiehet. Ihrer zwey begeben sich in einen Kahn, den der eine lenket, undder andre von Wasser rein hält. Nachdem sie eine Zeitlang die Gewalt der ungestüme"Wellen ausgestanden haben, steuren sie ihren Kahn gerade durch die engen Gänge, und veckmeiden dadurch die Felsen; sodann lassen sie sich von dem fallenden Flus hinabfüren, ^gieren ihr kleines Fahrzeug mit den Händen, und stürzen so herab, zu grossem Schrecken derZuschauer, welche sie vor ganz verloren und verschlungen halten, bis sie aus dem Wasserwieder hervorkommen, weit von dem Orte, wo sie herabgestürzet, als ob sie aus einem Ge«schütz geschossen wären «). Nachdem der Nil durch Ober. und Mittelegyprcn gefloffe",theilete er sich ein wenig unterhalb dem alten Memphis in zwey Arme; welche her«nach wieder sieben Gänge machten, und sich durch eben so viele Mündungen ins Meer er«gössen. Diese bey den alten Schriftstellern häufig gemeldete sieben Mündungen des Nilswaren, wenn man von Abend ansänget, die canopische, die heracleotische, die dolbi^tische, die sebennytisthe, die phamisthe oder parhmeristhe, die mendesramsthe, dirranitisthe oder siriristhe, und die pelusranische; welche ihre Namen von eben sovielStädten haben, die an derselben Armen gelegen. Ausser diesen waren die beiden sogenantten pseudostomara oder falsche Mündungen von Pineprimi und Diolcos, die zu seicht/waren grosse Schiffe zu tragen. Allein, der gröste Theil dieser Mündungen ist nach der Zeitverstopfet worden, dagegen andere entstanden; so daß man jetzo über dreißig Gänge rech«vet, die das Wasser des Nils ins Meer füren, sonderlich zur Zeit seiner UeberschweM«mung; da hingegen die meisten austrocknen, wenn sich das Wasser verlausen «). D/beiden vornemsten Arme dieses Flusses, die eigentlich allein heutiges Tages von Erheblichkeit
sind,
7)6o/»not. sä älirsx. p. iL7,ieqHLs, .Oe-Np.voI,i.p. 8 . vk> lux>. p. H
Nd. H.cLp. 2. vbt luxrs F. ry;. ^
(24z. B.) Maillet schreibt Th. I S. n; re. aus müssen. Die Gegend von Faittme um Arsinoeeinem copriscchenSchriststeller dieAustrocknung von ist sowol der ausnemenden Fruchtbarkeit als prächtr«ganz Niederegypten dem Jostph zu. Wenigstens gen Gebäude und Werke der Kunst wegen berümNist unstreitig, daß durch den Anschlag und Versuch, die sowol Gtrabo B. 16 als Mailler Th.»das Land mit Graben zu durchstechen, viel über« und ausfürlicher Poeock S. 55 re. beschreiben,schwerme und morastige Gegenden wonbar werden.