i Abschmt, Besthreiöuirg von Egypten.
§. 426.
Es ist leicht zu erachten, daß dieser Flus von sich selbst die Länder nicht aller Orten Leitung desin der erforderlichen Verhältnis überschwemmen können. Daher sind die Einwoner genöti- die selber.get gewesen, mit unendlicher Mühe eine Menge Canäle und Graben von einem Ende E-37Ptens bis zum andern zu ziehen, um das Wasser allenthalben hinzuleiten, so daß einejede Stadt und jedes Dorf ihren Canal hat, der zu gehöriger Zeit geöfnet, und dadurchdas Wasser an die entlegensten Oerrer gefürct wird. Diese Canäle und Graben dürfennicht geöfnet werden, bis der Flus zu einer gewissen Höhe gestiegen; auch nicht, alle auf ein-nial, weil alsdenn einige Felder zuviel, andere aber zu wenig Wasser bekommen würden; son-dern der Anfang solcher Oefnung wird in Oberegypten gemacht, daraufnach und nach wei-ter Unterwerks, nach einer öffentlichen Anordnung der Maaffe, so zu diesem Zweck eingerichtetworden. Durch solch Mittel wird mit dem Wasser so sorgfältig gewirkschaftet, daß wenn esvier und zwanzig Piken hoch steiget, dasselbe vor das ganze Land hinreicht; welches so gros, unddie Anzal der Canäle so stark ist, daß man glaubt, es komme kaum der zehnte Theil des Nil-.
Wassers in den drey ersten Monaten seiner Überschwemmung in das Meer. Weil indes-sen doch einige Gegenden viel zu hoch liegen, als daß sie durch die Canäle sotten könnengewässert werden; so müssen sie es durch Maschinen hinaufbringen, dieselben zu bedecken.
Vormals brauchten sie des Archimedis Wasserschraube, die daher auch die egyprischePumpe genant worden ^): nunmehro aber bedienen sie sich gemeiniglich der Räder, welcheeinen Strick oder Kette von irdenen Töpfen treiben, deren jeder ohngefär sieben bis acht Maashält, vermittelst deren sie das Wasser aus den Canälen herausziehen. Ueber dieses giebt essehr viele Brunnen in Egppren, wodurch das Wasser eben aufdie Art herausgebracht wird,die Garten- und Fruchtbaume zu wässern: so daß es keine unrichtige Vergrößerung der Sa-che ist, wenn man saget, daß in Egypten täglich über zweimal hundert tausend Ochsen zu die-ser Arbeit gebraucht werden, ohne die Menschen zurechnen, die Waßer in geflochtenen Körbenliehen, die so dicht und fest gemacht sind, daß kein Tropfen durchstießet. Weil das Landungemein eben lieget, so theilen sie ihre Gärten in kleine vierckige Betten ab, und umzie-hen ein jedes derselben mit Graben, die etwas höher liegen, als derBoden des Gartens; sodaß, wenn sie eines von diesen Betten wässern wollen, sie nur einen dieser Graben öfnen, unddas nötige Wasser herausfliessen lassen, worauf sie denselben wieder verstopfen, und das ü-drige zu fernerem Gebrauch aufbehalten. Durch dis Mittel haben sie die schönsten undfruchtbarsten Gärten von der Welt. Die Granaten, Pomeranzen, Citronen und verschiedeneandere Arten von Bäumen, geben einen Schatten und Külung, worunter sichs, der heißen Ge-gend ohnerachtet, mit Vergnügen gehen läst. Wenn irgendwo ein Baum felet, so hauen
sie
L) S. 0,-,^. üb. I. ?. zo. et Üb. 5. p. ZIZ.
Unversehrt, ausser daß ihm die Nase zerstümmelt bischer Gange. Aussenden beiden hier gemeldeten,
Werden, vermutlich von den rNuhammedancrn, giebts dergleichen bey Theben noch eine grosse Men-*»« Has aller Bilder. Oben auf dem Haupt ist ge. ZnBaSVamsmeliisirs ofrlie royal SocietyN» Loch, daraus einige gemutmasset haben, daß die- oder abriägeinent okktte plülokoptticsl trsii8äÄionsA Bild als ein Krakel sey gebraucht worden: vol.i p.;o 7 steht ein Auszug aus den im-Listen St.
Weil gedachtes Loch fünf bis sechs Fus tief, und so der Transactrons befindlichen Anmerkungen desWeit ist, einen grossen Menschen zu enthalten. Auf Brothais von Oberegypten, alwo Gänge beschrie-feui Rücken desselben ist eine Oefnung, 4 Fus lang ben werden, die aus 60 Sphinxen auf jeder Seitew>d zwey breit; daher man gemutmasset, daß der bestehen : welche Erzälung zwar kürzer und man-^phinx ganz hol gewesen, oder gar» mit den Pp- aclhafter ist, doch der Hauptsache nach die pocoki-^Mitzen Gemeinschaft gehabt, vermittelst untern- sche von Theben bestätiget (rzz).