Z7ö m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexander des Grossen,ständig daraus holen siehet, nach der alten Gewonheit, deren in der Schrift so oft Meldunggeschiehet'")^).
§. 4 Zl.
Ursache dieser Da den Alten die wahre Ursach der Überschwemmung des Nils unbekant gewe-nberschwem- xen, die ihnen um soviel unbegreiflicher geschienen, weil er sich, wieder die Gewonheit and«'Ni'ls. rer Flüsse, im Sommer ergießet, und im Winter am niedrigsten ist: so sind sie auf ver/schiedene künstlich ausgesonnene Mutmaßungen gefallen, diese Wirkung der Natur zu erklä-ren "). Nunmehro aber ist es schon längst ausgemacht, daß dieselbe von dem starken Mgen veranlasset werde, der in Ethiopien bey den Quellen des dAls fält, denselben Flu°dergestalt aufschwellet, daß ein See daraus wird, der anfänglich Ethiopien fastunter Wasser seht, wie nachgehends mit Egypten geschiehet. Agarhgrchides vondos °) hat schon nebst einigen andern erraten, daß dieses die Ursache seyn müsse, obgleich dessen nicht gewiö gewesen. Nachgehends aber.ist solches durch Augenzeugen bestä"'get worden, indem prolomäus Philadelphus, ein schr nachforschender Fürst, ausdrü«'lich einige Leute hingeschicket hat, um die Sache genau zu untersuchen. Man hat gegMbet, dieses Stück der Naturgeschichte sey sogar Homers nicht unbekant gewesen, under darauf gezielet,' wenn er saget §), der LTlil komme vom Himmel herab e). Dieser^gen fält beständig in Ethiopien den April und Maimonac hindurch '), zu welch^Zeit es in Indien gleichfals regnet, mit eben solcher Beobachtung einer gesetzten Zeit;cheö verursacht, daß der Indus und Ganges über ihre Ufer auskreten, wie dtkV7U-)(-»). . . » -f,
Man bewundert billig die götliche Vorjeyung, daß sie beständig fo viel Regen naAEthiopien schicket, Egypten damit zu versorgen, wo cö so selten regnet; und dadurch a^einem höchst ttocknen und sandigen Boden eins der fruchtbarsten Länder von der Welt z"machen. Auch ist nicht zu vergessen, daß im Anfange des Drachmonares, und in de"vier folgenden Monaten, die eteststhen *) Winde, welche einige ehedessen vor die Haup^
ursach«
Voysx. p. zrlj. sq. v") S. I. r. Kr. l.i.p.zz.sq. »d Ois«/.Kc.il>,ö. p.zy. (plarlumek'
rerum scinenriar 5 useeciirioin p. 607. fq. /i') //a«.4. ver. 5^'
-) -5/^01,17, p, NZ7, Viö, vbi fuprr p. zsi. Vo/gge äs Lackemire p. zqz/sg-
(a;r. B s) Diese höchstbequeme Abwechselung der Th L.S-I7Z :c ausser den Stellen Diodori noch pl«lBeschaffenheit des Landes in Absicht der Jahrszei- tarcbum rie plsc. psiil»f. B. 4 c. i, Ebn Sry^ren, mus notwendig die Witterung derselben Gegen- beim Abulfeda, ingleichen Al Rhovoi beim Aal'den das ganze Jahr hindurch erträglich und äuge- kasenda, aus Gagniers Uebersedung an, dar«»'nem machen; da sonst die Sommermonate von erhellet, daß diese Ursach des Winterregens in Etb'^unerträglicher Hitze seyn müsten, wenn die Luft pi'en den Alten nicht unbekant gewesen.nicht eben alsdenn durch die Ueberschwemmung ab- hat im rten Brief des ersten Theils noch umständ'aekület würde. Daher in den ältesten Zeiten des sicher diesen Grund solches Anwachses der NilM'blühenden Wohlstandes dieses Landes solche Zeit fast ser abgehandelt, wo er zugleich meldet, daß tB"beständig in Schiffen auf dem Wasser zugebracht, ja nicht nur viel Holzstöße, sondern auch Schiffe Ivltdie prächtigsten Aufzüge zu Wasser gehalten worden, irdenen Gefassen, so in Ethioprrn bereitet werde"'«m solcher Erfrischung zu gemessen. über die wlfälle bringe, ohne sich durch die Gcl^
Jenseit der Wasserfälle bekomt der L 7 il des Zerscheiteriis abschrecken zu lassen. Von de>"unzaligs, Zugänge, indem nicht nur der sogenante Ursprung und Anwachs des Wl« verdient Jov-weifst Fim oder See, nebst verschiedenen andern an- Ludolphs tritt. setsi. 1.1 c. g und somment. n ^Änlichen Flusse», in denselben fält, sondern er auch p. uz ich verglichen zu werden, noch mehr aber
einige Tagereisen lang zwischen grossenGebirgen siies- Lobo vo^sge siittorig. ck ^btrillinie p.loech-"""set,von welchen sich eine unglaubliche Menge grösserer der öiss. für le ddil p. ro?.und kleinerer Strome, so von den Negenmonaten ent- Diese Winde werden also genennet von
stehen, in denselben ergießet. D. Schaw füret dem Wort ctestse, welches von ein Jahr,
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