58o in Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Großen.
gen, indem sie ihnen wol gar im Wasser auf den Rücken gesprungen, und einen Stocksi"»»durch den Rachen gesteckt, wenn sie denselben geöfnet zu beissen; womit sie dieselben den"als mit einem Zügel gelenket und aus land gebracht, so daß diese Thiere vor ihrer Stirn"^und Geruch ein Schrecken gehabt ^). Das Crocodilenfleisch ist weis und fet, und einschmackhaftes Essen, wenn es jung ist; die Araber in Oberegypren sind sehr lüstern dar»nach '), und die Einwoner von Elephamis pflegten vorzeiten auch diese Thiere jU n
§. 4ZZ-
Wasscrpferd. Die wasserpftrde sind in Oberegypcen, sonderlich bey den Nilfällen, sehrmein; hingegen findet man sie selten in Umeregypren. Diese Thiere gehen niemals ha^fenweise, ja man siehet selten ihrer zwey beyeinander. Sie sind sehr miStraukg und fliehe»mit solcher Geschwindigkeit vor denen, die ihnen nachstellen, daß sie selten gefangen rvek'den-)(^). .
Uebrigen
Thiere.
§. 4Z4'
Ausser den wilden und zamen Ochsen, Kamelen, Eseln, Ziegen und Schafen, deren <§eine grosse Menge in Egppken giebst, und unter welchen die letzteren ein sehr wohlschmeckenddes Fleisch haben, findet man daselbst viele wilde Ziegen, und eine grosse Art Affen, dett»Kopfeinem Hundskopfe einigermassen änlich ist, daher man sie auch Cynocephalos nennet'Die Egypter haben die Gestalt dieses Thieres sehr häufig als ein hieroglyphisst) Bildbraucht. Der Cameleon ist auch sehr häufig in den Hecken nahe bey al Rahira (^).
>e) />/-». Kilt. rnr. 1.8. c. sx. ») >5b^. vbi lup. /) vbi üip. vbi lirp. p. rLl.
(2z;.B ) Die Lrocodile werden anjeho Timsirk,aenant, somitdemvom Herodoro schon gemeldetenNamen derselben Lhampsä, ziemlich übereinkomt.EinigeReisebeschreibungen versichern die jetzige grosseSeltenheit derselben, weil ihre Verfasser nicht wei-ter gekommen, als in Untercgyptcn, wo sie allezeitselten gewesen; indem sie den schnellen Lauf des Was-sers scheuen, und daher selten unter Lairo tiefer alsAhnnm kommen, ohne daß solches dem Vorgebennach der coptischen Priester in AntMlii Kloster, voneiner Verbannung derselben aus dieser Gegend her-rüre. Daher mus D. Gckaws Nachricht Th- rS167, daß die Egypter so neugierig seyn, einenLrocodil zu sehen, als die Europäer, nur in dieserEinschränkung anfllnteregypten genommen werden,ob er gleich solche Seltenheit bis auf die Nilfälle aus-denet. Maillet meldet zwar auch, daß es unterLairo keine gebe, berichtet aber ihre häufige Mengein den obern Gegenden, wo sie sonderlich um Gir-gey, oder der alten siudisichen Gegend, viel Schadenthun. Th. 2 S-127. D- Pocock hat dieselben sehrhäufig gesehen, und meldet S- 202 rc. daß sie sichnicht weit vom Wasser entfernen, selbst des Nachtsnicht über zo bis 40 Schrit. Ihre gröste Stärkehaben sie >m Schwanz, damit sie alles darnieder schla-gen, auch was sie nicht auf einmal verschlingen kön-nen, erst mit den Klauen zerreißen- Ausser den ge-meldeten Arten sie zu fangen, gräbt man unweit desNil« Löcher, bedeckt sie mit Stroh und lockt denLrocovil in die Gegend,durchsGeschrey eines Thiersin der Nähe.
(256. B.') Vom Hippopotamus» in Ethiopfi»häufiger ist als in Egxpten, handelt am aiissürliä'sten Joh.Ludolf in Kick. setkiop.1. 1 c. 11 tz. t-7und im comment. n p. alwo er welk'läufig mit Bochart behauptet, daß solches derhemoth Hiobs sey, diese Meinung auch gegenPfeifers Einwürfe in <luk. vex. vertheidiget- A»'jetzo ist er, aller Geständnis nach, in Egyptenfastunbekant, ausser daß vor einigen Zähren beymietta einer angetroffen worden. Die Benenn»»-eines Wasserpferdes beruhet nicht sowol auf einigtAenlichkeit der Gestalt, die mehr mit einem Ochst"übereinkomt, doch zweimal so aros ist, und nicht»als die Ohren einem Pferde änlich hat; als viel-mehr auf dem Wiehern und Schnauben desselbenwelch Geschrey mit hervvrgestecktem Kopf aus bei»Wasser sehr weit gehört wird. Weil bis Thiern»teinen einigen kleinen Ort am Kopf hat, wo es vss'mundet werden kan, ist es sehr gefärlich, und thut großsen Schaden, indem es nicht nur Fleisch, sondern au"Korn und Früchte frist- Durch Furcht vor bei»Feuer kan es allein abgehalten und vertrieben werde»-(257. B.) Der Lynocephala« ist von den alte»Egyprern so hoch gehalten worden, weil die Verä»'derungen des Monden von demselben am richtigste»beobachtet, und nicht nur am weiblichen, sondern a»e»
mänlichen Geschlecht aufs merklichste zu erkennen ge'
Wesen; wovon in Horapollinis Kierogl. 1 .1 o.i 416.1;. viel vorkamt. DerLhameleon und die grrm
Menge der Heidexen ist diesem Lande höchst nützlich-