l Abschmt. Beschreibung von Egypten. zzr
Der sogenante kleine oder Landcrocodil, welchen wir vor den Gcincus bey demplinius halten, ist ohngefär so gros als eine Eidex, und hat einen runden schuppigenSchwanz. Man findet ihn in der Nähe des Nils und bey dem roten Meer. Er erhält^ bch gemeiniglich mit den wohlriechendesten Blumen. Das Fleisch desselben wird zur Arze-
! ^ gebrauchet; zu welchem Ende eine grosse Menge derselben nach Venedig und an aride-
! ^ Orte gebracht wird
Die egyptische Rage, welche die Alten Ichneumon genant, ist so groS als eine^ahe. Sie hat sehr rauhe Hare, von weisser, gelber und aschgrauer Farbe gesprenkelt^ie Schnauze ist wie an einem Schweine gestaltet, womit sie die Erde aufwület. Sie hatj 'ürze schwarze Beine, und einen Schwanz wie ein Fuchs, näret sich von den Eideren, Schlan-
gen, Schnecken, Cameleonö, Rahen und andern Thieren, und ist in Egypten sehr nützlich,
Mes natürlichen Triebes wegen, die Crocodileneier aufzusuchen und zu zerbrechen, wodurchne den gar zu starken Anwachs dieser schädlichen Thiere hemmet. Die Naturkündiger ver-sichern auch, dis Thier sey so begierig nach der Leder der Crocodile, daß es sich in den Schlamwetze, ihm, wenn er mit offenem Rachen schläfst, in den Hals krieche, und ssch hernach wie-der eine Oefnung durchfresse -). Dieses Thier wird leicht zahm, man mus es aber nichtbcy Katzen bringen, weil es mit denselben in beständiger Feindschaft lebet
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Es giebt auch sehr viele Vogel in Egypten, insonderheit Strauße, Adler, Fal- Von den v§-ken, und ungemein viele Wasservögel, als Pelican, Flamingöö oder Phömcopteros, wildeGänse, Reiger, Enten, und verschiedene andere Gattungen. Diejenigen, so der Nil be-sonders hat, sind der Ibis, die Gans mit güldenen Federn, das Reishuhn, oder das Huhndon Dimyat, und das Gaksack, welches letzte der Alten Trochilus ist 0, von welchemsie angemerket haben, daß es das einige Geschöpf ist, mit welchem der Crocodil Freund-schaft hält, weites ihm die Unreinigkeiten aushackt, so sich in seinem Mauke ansehen und den-selben reiniget "). Der Ibis verdienet eine umständliche Nachricht, nicht nur weil erEgypren dergestalt eigen ist, daß er almälich vergehet und stirbst, wenn er anderswohingebracht wird; sondern auch weil er demselben Lande überaus nützlich ist, indem er die flie-genden Schlangen wegfänget, so die Mittagswinde aus den Wüsten Libyens herbringen,und welche den Wafferschlangen änlich sind, ausser daß sie solche Flügel haben, wie die Fle-dermäuse. Zu gesetzter Jahrszeit begeben sich diese Vogel in grosser Menge aus einem be-sondern Triebe an die Grenzen, und warten daselbst auf die gedachten Schlangen, und ver-! lehren sie, ehe sie noch in Egppten kommen. Es giebt zweierley Arten dieser Vogel: ein«
'si dunkelschwarz, und ohngefär so gros als ein Reiger; und das ist eigentlich der Ibis, sadie Schlangen tobtet, und selten anderswo als nur in Ümeregypten gefunden wird. Die
Bbb z ande-
H lUN.nst. vIii siip». S. p. 78. t)S. 2 «n,vdi üixrL p.L45.
6e§ Lom. 6. p. 249. vd! luprSs
Un Tilgung der sonst unerträglichen Anzal von Flie-gn und Mücken
B) Dieser Landcrocodil sol nje trinken: sein?>e>sck ist sehr hitzig, und wird in den morgenländi-^oen Gegenden zur Geilheit gebraucht; ist in Ära-auch nicht selten.
Lrocovilcrer zu zerstören, deren oft bis 400 imSande beisammen liegen, dienet dis Thier auch an-dere schädliche Thiere, sonderlich Feldmäuse und Ra-tzen, zu vertilgen. Je mehr dasselbe vormals ver-ehret worden, ,e verachteter ist es anjetzo, auch daberziemlich selten geworden. So mit aus der grossenf.. , ... . Hochachtung der LNuhammevanev, sonderlich in
) Der Ichnevmon wird anjeho auch die EgpPten, gegen die Katzen herrüret, denen eigene-ye pharaons genant: ausser dem Nutzen die Hospitäler gehalten werden,