-9O III Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grosse".
§. 4?o« ^
Weitere un, Die Untersuchung, warum die egyptlschen Könige so ungemekne Kosten austersuchung der-bauung dieser Spitzseulen verwendethaben, ist von grösserer Wichtigkeit. Aristoteles? ^selben- dieselben vor Wirkungen der Tyranney '); und plinius mutmasset, daß sie dieselben Saus Rumsucht, theils aus Staatsklugheit erbauet, das Volk durch diese Beschäftigung"Aufrur und Empörungen abzuhalten *). Allein, die wahre Ursache beruhet aufho? ^Betrachtungen, und rüret von dem gottesdienstlichen Lehrbegrif der Egypter her, ^.welche nicht nur die Auferstehung glaubeten **), sondern davor hielten, die Sele blelv ilange bey dem Körper, als derselbe daure; welcher letzten Meinung auch die Scoiker z"3than gewesen ^). Daher kam es nun, daß dieses Volk so ungemeine Sorge trug, d>eten Körper vor der Verwesung zu bewaren, und daß sie so kostbare Grabmale vorwiest'"verfertigten; wie im folgenden umständlicher wird gemeldet werden.
§. 45i. , ^
Fortsetzung Die Ursache aber, warum sie zu diesen Grabmalen gar häufig die pyramidcE ^derselben. Gestalt gebraucht haben, die doch nicht allezeit von dieser Gestalt gewesen, scheint, verschieß.unerheblichen philosophischen Einbildungenzu geschweige», diese gewesen zu seyn, weil M.die allerdauerhafteste Art von Gebäuden ist; denn weil diese Figur gegen die Spitzelig zusammen lauft und kleiner wird, so wird dergleichen Gebäude nicht so sehr vonseiü^ .genen Last beschweret, ist auch dem Durchdringendes Regens nicht so unterworfen, als andGebäude: oder sie mögen auch sonst dadurch einige ihrer Götter haben vorstellen n)»n 'indem Pyramiden und Obelisken, die eigentlich nur eine kleinere Art von Splßstsind, in den alten Zeiten sowoi von ihnen, als anderen Heiden, als Abbildungen verschiedner Gotheiten gebraucht und verehret worden").
Diese Gewonheit der Egyprer, Pyramiden oder andere Seulen von solcher ^stakt zu Begräbnissen aufzufüren, ist auch zuweilen, wiewol nicht gar häufig, von ande"Völkern nachgeamet worden. Des Königes von Hetrurien, porstna seines, welche.bey Clustum in Italien erbauet hatte, wurde beinahe vor ein Wunderwerk gehalten! ^es gleich nicht sowol der außerordentlichen Grösse wegen, als vielmehr um der Anzal n"künstlichen Beschaffenheit der Spitzseulen willen, deren sich vierzehn daran befunden, ^
wundern gewesen °). Des C. Caftius Grabmal, welches noch zu Rom an demte testaceo oder il Doliolo stehet, ist nach dem Muster der zyprischen gebauet, doch"es weit kleiner
§. 4 )"
0 /t>i/?o/.kollk. I. z. t) ?/<». I. c. 12. S- -5«»-««,« IN
unon^m. »l>. calcem Hicroxlxpli.»)S. vbi llupn» 62.p. 64. ^ S. -!»/-->. kvlykiü. c. 4;. 1.2Z.
Dazu man auch wol rechnen möchte, daßsie ihren Nachfolgern auf dem königlichen Thronnicht gerne eine angefülte Schatzkammer hinterlassenwollen.
(**-4.) Daß dieder Leiber selten geglaubet haben,
wir wissen, aus keinem Schriftsteller ..
Wanderung der Selen aus einem Leibe in den an-dern glaubten sie, und zwar so, daß die abgeschiede- brische heiSnische Bcgräbnijse B 2 c- -ne Sele erst m den Leib der Thiere käme, her- Z. 4 ; ingleichen Joh. Ge. Reyslers >"on»w-nach aber sich mit einem menschlichen Leibe wieder glotaxonicum tcü. r c. i - 4 in den anvg-' 'vereinigte. Um nun, so lange als möglich zu hm- xtcntr. zu vergleichen ist.
der», daß die Sele nicht in Leiber der Thiere Er-scheinen sie in Bewarung der Leichname vorwesung so sorgfältig gewesen zu seyn. . „nd(270. B.) Bey den alten mitternächtigen. teutschen Völkern ist die Errichtung von
erhellet, so viel Hügeln, auch Steinen solcher Gestalt, durchgeh.^eller. Aber die üblich gewesen, dahin die sogenanten Baub^a .-L. ... derselben gehören ; wovon Trog. ArnkreM
Egypter eine Auferstehungwer hab