l Abschmt. Beschreibung von Egypten. Z89
3 mm,'ttelst wollen wir hier anmerken, das; das geringste Altertum, so diesen Gebäuden zu-Wanden werden kan, dreitausend Jahren nahe zu kommen scheint; indem Herodonrs,
^ doch vor zweitausend zweihundert Jahren gelebet, bey seinem Nachforschen so wenig^achricht einzuziehen im Stande gewesen; und Disdorus, der noch vor unsers Heilandesschürt gelebet hat, vermeinet, daß die grosse Spißseule wenigstens tausend Jahr vor seiner»M erbauet sey ^).
§. 449.
Die Unwarscheinlkchkeit der Mutmaffung derjenigen nicht zu wiederholen, die sich Absicht ihrerEinbilden, daß diese Gebäude zu Kornkammern bestirnt gewesen: so ist es die durchgängige * "Eg.Meinung der meisten Schriftsteller gewesen, die von dieser Sache gehandelt haben, daß siein Begräbnissen und Denkmalen der Verstorbenen erbauet worden. Diodorus sagetausdrücklich, Chemmis und Cephren hätten diejenigen, so sie erbauet, zu ihren Gräbern^stimmet gehabt, ob sichs gleich zugetragen, daß keiner von beiden darin begraben wor-.Nk); und Strabo hält alle diejenigen, so bey Memphis stehen, vor königliche Begräb.
Me Womit auch oben gedachter Massen die Schriften der Araber übereinkommen.
>sa, wenn gleich keiner von diesen Schriftstellern vorhanden wäre, so sehet doch die Grabstä-die noch bis aus diese Stunde in der ersten Spihseule beftndlich ist, die Sache ausser al.len Streit
Ccc z §. 4s°.
-5K. üb. l. p. 57. x) ,äem ibl-l. p. 5z. t) Üb. ,7.
(L69. B.) Diese an sich warscheinlichste und durchMftge Zeugnisse des Altertums bestätigte Meinung,«aß die Pyramiden zu Begräbnissen bestirnt gewesen,sonderlich vom D. Scbarv bestritten worden, Th.r.
rc. Allein, seine gebrauchten Gründe sindMls unerheblich, theils beweisen sie das nicht, wasp erweisen sollen. Die Unbegreiflichkeit der Neben-kainmern, des Brunnens, und der gesamten Ein-Ntung der innern Behältnisse der gröstcn Pyra-7"de fält zum Theil hinweg, wenn man die Mut-^ssung annimt, daß lebendige Leute mit dem Leich,eingemauert worden, deren Warscheinlichkeitdem folgenden erhellen wird ; wird aber übn«Aus durch die gegenseitige Meinung nicht gehoben," lehr vermeret; indem uns nickt nur die meistenMtesdienstlichen Gebräuche der Egypter unbekantsondern die feste Verschliessung und geflissentlich-^ -Hinderung künftiger Oefnunq eines zum Got-jbsdienst bestirnten innern Tempels volkommen un-Arejfljch ist. Das Vorgeben, daß die 2, übrigensl'ramiven keine innere Behältnisse und GängeA>bey, jst unerweislich und das Gegentheil höchstMtscheinlich, indem sie noch nie gcöfnet worden-Ae Verschiedenheit des in dieser Pyramide befind-en Kastens von andern Behältnissen beigesetzterA'ber, auch die verschiedene Lage desselben, beruhetdem unerweislichen Vorurtheil, daß alle Leich-?u>Nr in ihren Behältnissen aufrechts gestellt wor-s ", und solche Behältnisse alle von einerley Ge-"ult gewesen, da der häufige Augenschein das Ge-Authejl von beiden erweiset. Die Mutmaffnngen,derselbe entweder ein Kasten der gvtcerdicnstli-
chen Geheimnisse, oder ein Gesas zum Weiwassergewesen, so die Egypter beides gebraucht haben,würden nur alSdenn warscheinlich seyn, wenn dieVerrichtung einiges Gottesdienstes in der Pyrami-de vorher erwiesen, ja nur begreiflich gemacht wer-den könte. Daß aber sowol die Gestalt selbst dergesamten Pyramiden, als manche Einrichtung derinnern Behältnisse derselben, gotteSdienstliche Bedeu-tungen -und Absichten zugleich haben können, strei-tet wieder die gcwönliche Meinung gar nicht, son-dern bestätiget dieselbe vielmehr. Indem die E-gypter nicht nur häufige Vorstellungen ihrer Got-heiten und Geheimnisse in und bey ihren Gräbernangebracht, sondern auch in Tempeln Begräbnissegehabt; wie aus Di'odori Bericht vom Grabe tvsy-'mandva, und ^erodori von den Begräbnissen A>priani und Amasis erhellet, auch vom ElementeLlexandri„o,in der Ermanung an die Heiden, den-selben vorgeworfen worden. Daß aber die Pyra-miden sowol als Gbeliske Bilder der Gothcit, son-derlich der Sonne gewesen, ist unleugbar, nicht nuraus den Nachrichten vom allerältcsten Götzendienst,sonderlich der morgenländischen Völker, die am läng-sten den Gebrauch der Pfeiler und hohen Steine,ohne weitere Bildung, ihre Götter vorzustellen, bei-behalten haben, so aus den Geschichten-Heliogabalizur Gnüge erhellet; sondern auch aus den daselbstangefürten deutlichsten Zeugnissen des Altertumsporpvyrn beim Eusebisjäem. eu. p 60 plurar-Ml äs Istcie er Osir. Tertulliani äe si-eLt-c. c. g.plinii B. Z6 c 8 Pansänii in Lorintb. LlcmenttSAlex. strömst, i, und Suidä im Wort »r-x-so,.