Band 
Erster Theil.
Seite
398
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398 m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den ZeitenAleMdersdes Grossen.

gleich hoch sind, und sehr zierlich in einer Höhe rund um das Zimmer herumlaufen. Di»Steine, welche die Decke dieses Saals ausmachen, sind von erstaunlicher Lange, indemgleichsam grosse Balken vorstellen, die auf der breiten Seite quer über dem Zimmer llegen, und zugleich die abscheuliche Last des darüber gebaueten Theils der ganzen Spihst"'tragen. Neun dergleichen Balken bedecken den oberen Boden, wovon zwey, nemlicheinssan dem Ende gegen Morgen, und der andere gegen Abend nur halb so breit sind, als die u-brigen. Die Länge des Zimmers, auf das richtigste genommen, bey der Zusammenfügungder ersten und andern Reihe Steine, beträget Z4,Z8o; die Breite aber auf der Abendseite,bey der Zusammenfügung der ersten und zweiten Reihe Steine, 17,190; und die Höhe zwan-zigstehalb englische Fuö ("").

§. 46t.

Weitere be- I» diesem herlichen Zimmer ist die Grabstate des Cheops, oder Cbemmis, so a>>6schreibung der-einem einigen Stücke Marmor bestehet, welches inwendig hohl und oben offen ist, undWen. Klocke klinget. Diesen letzten Umstand füren wir nicht an, als ob wir ihn vor eine bs.

tenheit hielten, sondern weil ihn einige Schriftsteller als dergleichen gemeldet haben. Eint-ge schreiben, der Leichnam sey daraus weggenommen worden; wir haben aber bereits ang?-merket, daß der Stifter gar nicht darin begraben sey. Diese Grabstäte ist von eben derGattung Stein, womit das ganze Zimmer beleget ist, nemlich von sprenkligem Mariner,mit schwarzen, weiften und roten Adern, die fast gleich unter einander gemischet sind, webchen einige thedischen Marmor nennen; Herr Greaves aber halt ihn vor die Art vodPorphyr, die plinius Leucosticros nennet, wovon es ungemein viele Seulen in Eft?pten gegeben, und noch giebst; wicwol Burrecini, der sein Reisegefärte gewesen, derMeinung ist, daß diese Art Marmor.vorn Berge Sinai komme, als wo, seinem Berichtnach, die Felsen von eben diesen Farben seyn, und wo er unter denselben eine grosse nicht fer-tig gewordene Seule gesehen zu haben versichert, die fast so dick gewesen, als die so genant?Seals Pompeji bey Alexanderen.

Die Gestalt der Grabstate komt mit einem Altar, oder zwey genau zusammen geDten Würfeln, überejn; sie ist glat und eben, ohne daß etwas daran ausgehauen odererngegraben sey. Die äussere Fläche ist sieben Fus und viertehalb Zol lang,/und drey Fuö, drey und drey Viertel Zol tief; in der Aushölung aber ist sie an derAbendseite 6,488 Fus lang, an der mitternächtigen Seite 2,218 Fus breit und 2,8^Fus tief. Weil diese Grabstäte unmöglich durch die vorhin gedachten engen Gang?dahin gebracht werden können: so vermutet man, daß sie daselbst errichtet und dah>»gestellet sey, ehe die Decks des Zimmers vermacht worden. Sie steht eben in d?rMittagSlmie, folglich mit dem einen Ende grade nach Mitternacht, und mit dem ander»nach Mittag; auch ist sie von allen Wänden des Zimmers beinahe gleich weit entfernet,ausser daß sie noch einmal so weit von der Morgen- als von der Abendseite abstehet. U»c^derselben ist eine kleine Hölung ausgegraben, und ein breiter Stein in dem Pflaster bey veN?nächsten Winkel aufgehoben, wovon S-rndys vermutet, es sey solches ein Gang in eina»'dercs Zimmer; allein es ist warscheinlicher, daß man dergleichen in der Hofnung gethan,-inen daselbst etwa verborgenen Schatz zu finden r weil die Alten die abergläubige

schwel"

(r.77. B.) Maillet seht die Breite der sieben auf 2, Fus sichtbarer Grösse, Weil das übrige inWittern Steine, womitdi« Zimmer bedeckt ist, auf Mauer zu gehen scheinet,

4 Fus französischen Maasses, der r äussersten aber