4-OQ III Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
rus ist etwas umständlicher, und berichtet, sie sey der Bauart nach der erster» gleich/ ^Grösse nach aber weit kleiner, indem jede Seite der Grundfläche nur ein Stadium odersechshundert griechische Fus lang sey ; so daß seiner Rechnung nach jede Seite hundertFuS kürzer sey, als an der ersten, plinius macht den Unterschied etwa noch sechs ^vierzig FuS grösser *). Die meisten heutigen Reisenden stimmen auch darin überein, daßdiese Spihseule kleiner ist, als die erste ; ja Thevenot rechnet sie nur auf 6z > Quadratfus §). Indessen nimt Scrabo an, daß diese Spitzseulen einander gleich sind *); und derHerr Greaves versichert auf jemandes Aussage, der die zweite mit einer Schnur ausg^messen, daß sie beide gleiche Grundflächen haben; ingleichen, daß die Höhe der Höhe dererstem nichts nachgebe, nach einem bedächtigen Augenmaas zu urtheilen; welches niAschwer fallen kan, weil dieselben nahe bey einander, und auf einerley Ebene stehen. DießSpihseule hat keinen Eingang, und ist aus weiffen Steinen aufgefüret, die bey weiten»^so gros sind, als an der ersten; die Seiten erheben sich nicht stufenweise, wie bey jener,sondern sie sind glat und eben. Das ganze Gebäude erscheinet, die Mittagsseite ausgenoEmen, ganz unbeschädigt, ohne die geringste Verunstaltung der Brüche')
§. 464.
Dabey befind- Auf der mitternächtigen und Abendseite dieser zweiten Spihseule findet man zn>§
liehe Priester- sehr prächtige und wohlgearbeitete Werke, ohngefär dreißig Fus tief und über vierzehnhund^wonungen. lang, so senkrecht in den Fels gehauen und inS Gevierte ausgemeißelt sind ; und,
man vermutet, zu Wonungen der egyptischen Priester bestirnt gewesen. Sie laufen ri>^den beiden Seiten der Spihseule parallel in einer bequemen Entfernung, und stoßen in ^nen rechten Winkel zusammen, welches einen schönen Anblick giebst. Man gehet durch vickeckige Oefnungen hinein, die in den Fels gehauen, und fast eben so gros sind als die enge»Gänge in der ersten Spihseule; eine jede von diesen Oefnungen füret zu einem viereckig^Zimmer, worüber der natürliche Fels ein Gewölbe machet. Bey den meisten findet sich rMein offener Gang zu anderen Zimmern, die aber dunkel und vol Schut sind. An der mitterriä^tkgen Seite ist auswerkö eine Reihe heiliger egyptisther Zeichen eingegraben *)(^).
§. 465.
Die dritte Die dritte Spihseule stehet ohngefär ein Feldweges weit von der zweiten, auf ei>>^spitzftule. vortheilhaften Anhöhe des Felsen, daher sie in der Ferne der ersten gleich zu seyn schein^obgleich dieser Steinhaufen weit kleiner und niedriger ist. Herodorus saget, sie sey arWder Seite dreihundert Fus lang '"), und bis auf die Mitte von erhiopisthem Marn^
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L,Üb.l. r) ?/-». Üb. z6. e. 12. Ka-lr/v-/ p, 16;. vbi lupr, p. q6. p. ivr. ^
vbi lupra. 1. 17. -) vbi supr, p. 10z. seg. >b>"
x. 106- !a.
(r8o. B.) An der mitternächtigen Seite dieser Löchern in dem obern Theil mutmassen läst, ^zweiten pyramive scheint man Merkmale einer obere Gemacher drauf gestanden.
Oefnung zum Eingänge gesucht zu haben, daher sie
auf derselben Seite sehr verwüstet und zerbrochen (M) Dem ohngeachtet aber schreibet er, jedeaussteht, bis über die Mitte hinauf. D, Porock hält sey nur zwanzig Fus kleiner, als an der erstensie, dem AugenmaaS nach, auch für eben so hoch als seule; allein das muS ein Feler seyn, wo wirdie erste. Versehen nicht den Abschreibern anrechnen, """
(2,8k B.) Dieser ansgehauene und mit Behält- fünfhundert FuS stak zwanzig lesen wollen.
Nissen angefulte Graben ist, nach pococks Bericht, Litttebory, in seiner Uebersehung des -^erovorU^
Za FuS tief und 90 Fus breit. Ueber den Oefnungen stehet in den Gedanken, seine Meinung gehe daWder Thüren, io §u« von, Bode», sind Löcher anzu- daß diese Spihseule zwanzig Fus niedriger geivesHtreffen, daraus zu schliessen, daß gewölbte Eingänge sey, als die erste ; welcher Feler eben so aroö ist,^vor denselben gestanden, so wie sich aus manchen der andere. !