i. Abschm't. Beschreibung von Egypten. 401
Aufgeführet 0- Disdorus meldet eben diese Ausmessungen der Grundfläche, und setzethinzu, die Mauren seyn fünfzehn Stockwerke hoch aus schwarzen Steinen, die dem chemi-schen Marmor gleicheren, verfertiget; das übrige aber bestehe aus einerley Baumateria-uen mit den übrigen SpiHseulen; ingleichen, daß dieses Gebäude zwar kleiner sey als diebeiden erster», in Ansehung der Bauart, Kunst und Pracht des Marmors aber dkeselbengarM übertreffe; und endlich, daß auf der mitternächtigen Seite der Name des Stifters,^pcerinus, eingegraben seyWas plinius davon schreibet, läufet eben darauf hin-aus, ausser nur, daß nach seinem Berichte diese Spitzseule z6z Fus zwischen den Winkelnhalten sol«). Belon erzälet uns, sie sey nur um ein Drittheil grösser, als des C. Tastiusfeine zu Rom, und stehe noch ganz unversehret; indem sie so wenig verfallen, als ob sieueu erbauet wäre, welches daher rüre, daß sie aus Basaltes, einer Art echiopischemMarmor, aufgefüret worden, der selbst das Eisen an Härte übertrift'). Die Beschrei-bungen anderer neueren Schriftsteller stimmen hiermit in der Hauptsache überein, und gehenUur in einigen Nebenumständen davon ab; so daß sie insgesamt den Herodorus, oder ei-"er den andern ausgeschrieben zu haben scheinen, ja von der Besichtigung der beiden andernSpiHseulen dergestalt ermüdet gewesen zu seyn, daß sie sich zu dieser dritten nicht einmal ge-nähert, indem sie so durchgängig in offenbaren Unrichtigkeiten mit einander übereinkom-wen. Denn sie haben sich sowol in Ansehung der Beschaffenheit der Steine, als der Farbeber Spihseule versehen; indem sie augenscheinlich aus lauter klaren und weiften Steinen be-stehet, die noch schöner und glänzender sind, als bey den beiden vorigen. Jmmittelst lie-gen die Trümmer von einer Reihe verfallener Gebäude auf der Morgenseite darneben,welche von dunkler und schwärzlicher Farbe sind, und vieleicht zu dem Jrtum Anlas gege-ben haben. Belon, und die ihm folgen, können jedoch noch weniger entschuldiget werden,
U>enn sie vorgeben, diese Spitzseule sey nur ein Drittheil grösser, als des Tastius seine; dennbisse ist auf der Seite, wo sie in der Stadt stehet, genau gemessen, grade acht und siebenzkgenglische FuS breit ; wenn man nun den dritten Theil dazu nimt, so kommen hundert undvier Fus heraus, welches die Grösse dieser egyptisthen Spitzseule seyn sol. Das ist alsoein Versehen von zweihundert Fus, welches gewis zu stark ist, bey einer Grösse, die nichtviel über dreihundert ausmachet: denn, der Zeugnisse des Herodoms und Diodorusvicht zu gedenken, so rechnet Herr Ereaves die Seite dieser Spitzseule auf so viel; welchem^llaas die Höhe gleich seyn sol. Der Name Mycerinus ist nicht mehr daran zu sehen,indem das Eingegrabene durch die Länge der Zeit ausgegangen ?) (^).
§. 466.
Den Beschreibungen dieser drey Spitzseulen wollen wir noch die vierte beifügen, vom Eine vierteEiner, die nahe bey den Mumien stehet, und die wir vor die merkwürdige halten, derer,vben Erwenung geschehen ist. Sie würde gewis der ersten an Schönheit nichts nachgeben,v>enn sie fertig geworden wäre. Man siehet daran hundert und acht und vierzig Stufen
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> lr-TL.B.') Die dritte Pyramide ist meist cckge» befunden, und 78 Stufen gezälet, jede ,Fns '9 Zoleckt, doch stehen an manchen Orten ganze Stücke hoch, so mit -Herodoti MaaS meist übereinkamt.
Granitmarmor, womit sie überzogen gewesen. Bey derselben sind mehrere kleine, doch gröstencheilsL' pocock hat auf dem Gipfel die mitternächtige zerstörte Pyramiden, auch ansenliche Ueberbleibsel^k>te von rq,Fus,>die Moraenseite.aber von ir.FuS eines prächtigen Tempels anzutreffen.
A.W.H. ,. Theil. Eee