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476 m. Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexander des Grossen.
ansenlichen Handel getrieben. Denn ihres Anspruchs auf die Erfindung des Handels nichtzu gedenken, die sie insonderheit dem Osiris und ihrem Mercur zugeschriebener so berich-tet uns nicht nur Diodorus, daß psämmerichus grossen Reichtum durch die Handlungerworben, ehe er König über ganz Egypren geworden «); sondern wir ersehen auch aus.der Schrift, daß die Midianirer und Ismaelicer schon zu Jacobs Zeiten dahin gehan-delt haben"). Es stehet auch zu vermuten, daß sie in den alten Zeiten die Oberherschaft ü-ber das rote Meer gehabt, wodurch sie die ganze Handlung aus Indien und andern Län-dern, die damals durch diesen Weg getrieben worden, an sich gebracht -). Es scheinet zwar,wenn anders des philostrams-) Bericht Grund hat, daß sie von einem gewissen Fürsten,Namens Eryrhras, den einige vor den Esau oder Edom halten, aus dem Besitz dersel-ben gesetzt worden; indem er, da er Meister auf dem roten Meer gewesen, ein Gesetz gege-ben, oder die Verfügung gemacht, daß die Egypter mit gar keinem Kriegsschiffe indasselbe Meer kommen sollen, auch nicht mit mehr denn einen: einigen Lastschiffe auf einmal.Um nun diese Verfügung fruchtlos zu machen, erbaueten die Egypter ein grosses undräumliches Schis, das die Stelle vieler andern ersetzen könne. Indessen sol David, alser sich nachgehends Elach und Eziongeber, zweier zu dem von ihm eroberten Edomgehörigen Häfen, am roten Meere bemächtiget, nach einiger Bericht daselbst Schiffe erbauet,und Gold aus Ophir geholet haben s). Es mag solches wahr seyn oder nicht: so hat dochsein Sohn Gatomo daselbst unstreitig eine starke Handlung angelegt-), welches er nicht un«warscheinlicher Weise mit Erlaubnis oder Nachsicht der Egypter gethan haben mag, daer ihres Königes Schwiegersohn gewesen. Welchen Handel die Juden nachher, einige ge-ringe Unterbrechung ausgenommen, mit ihnen zu theilen fortgefaren, bis zu Ahas Zeiten,da sie denselben gänzlich verloren, und er an die Aprer -), nachgehends aber an die Ty-°rer -) gekommen ; bis endlich die ptolemaer denselben ihren eigenen Unterthanen, sorge-dachter Massen, völlig wieder verschaft haben.
§. z8c>.
Fortsetzung Einige Schriftsteller") haben zwar ausdrücklich gemeldet, psämmerichus sey derdieser abhand-erste egyptische König, der den Ausländern seine Häfen geöfnet, und fremden Kaufleuten" in seinen Ländern Sicherheit ertheilet; da hingegen die alten Fürsten sich mit dem Ueberflus
ihres 'Landes begnüget, und Ausländern keinen Zugang verstattet, ja die Grenzen wieder sie,und absonderlich wieder die Griechen, bevestiget. Allein, solches kan von keinem andern' Handel als dem auf dem mittelländischen Meere verstanden werden, woselbst die Griechenlängst den egyptisthen Küsten *) Seeräuberey getrieben, und sich, da sie dieserwegen da-selbst ausgeschlossen worden, über solch Betragen beschweret, als ein grosses Unrecht und ei-nen Eingrif in das Völkerrecht, da sie die Egyprer als ein barbarisches Volk vorgestelt,das aller Leutseligkeit und Gastfreiheit entsaget; woher denn die Fabel vor» der GrausaM-keit-des Busiris entstanden. Denn, daß die Egypter sonstvorher schon mit andern Völ-kern gehandelt haben, erhellet aus dem vorhin angefürten Beispiel der Midianirer undIfinaeUrer, dem leichten Zutrit Abrahams und der Söhne Jacobs in Egypren -), undSalomons Erhaltung der Pferde daher *).
§.;8r.
/) <1ucr>mmerce0eIsng«>xLtioa0er aiiciei» c.7. Onn/, I. !, p. 60,
z7, 25- 16 ») S. vbi tuprs c, 48. be uitr HpvUonii >,z c. Z5.
6-prs-p. -U2nx-I. I.y. <7. zo. ^ sLhroN. 8, >7-18. l Rön.9,-6. »Rön. 16,
S- t. >6. »*) I, ,7, p, Ilqr. L». I, I. p, 61, E.vbiü-k-E.
») »M»s. ir, io, q2,i. 5 j. 2 Lhron. s, >S. 1 Lön. i«, 28.