<02 in Hanptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zelten Alexanders des Grossen.
von ihrer wilden und viehischen Lebensart abzubringen, zeigte ihnen den Gebrauch derFrüchte der Erden, und stiftete den Gottesdienst ; indem er vie Stadt Theben erbauet,welches jedoch sehr ungewis ist, und verschiedene Tempel aufgefürt: einen unter andern demJupiter Uranius zu Ehren, und einen andern dem Jupiter Ammon, seinem Vater, dervor ihm regieret °). Damit aber seine Gutthätigkeit nicht in die Grenzen seines eigenenLandes eingeschränkt seyn möchte, so unternam er die verschiedenen Völker der Erden zu be«suchen, welche er insgesamt zu einer gesitteten Lebensart und in ordentliche Verfassung brach-te, nicht durch gewaltsamen Zwang der Waffen, sondern durch Stärke der Ueberredung, undRcizungen der Musik und Dichtkunst (^).
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Sflrls reise- Dieser Zug des Dstris und die merkwürdigsten Umstände seiner Reisen werden fol-zefärten. gendergestalt^erzälet. Da er den vorhin gedachten grossen und gutthätigen Vorsatz ge-habt, brachte er eine Menge von Gefärcen zusammen, unter welchen sein Bruder Apollowar, der sich den Lorber als ihm gewidmet zueignete, gleichwie dem Dstris der Epheu ge-heiliget war. Er nam auch seine beiden Söhne mit sich, den Anubis, so doch durch das
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be, einer egyptischen Ueberlieferung zu folge, bettGros anvertrauet bekommen, zu der Zeit, als ihnTyphon aufgesuchet, um ihn umzubringen, da sieihn denn in gedachter Insel verstecket. Nun aberwurde Typbon, nach Plutarcks Bericht, die gan-ze Zeit der Reise Gstris hindurch durch der IsisKlugheit in Schranken erhalten: mit welcher Nach-richt dieses gewaltsame Verfaren nicht bestehen kan;wie denn auch -Herodoms in dem folgenden nichtdas geringste weiter von dieser Nachstellung geden-ket. Diodorus saget, Grus habe seinen Vaterauf seinen Reisen begleitet, daher er ausser Gefar derNachstellung seines Feindes gewesen; und nachdemsein Vater erschlagen worden, ist er, nach diesemGeschichtschreiber, so wenig vor dem Typhon geflo-hen, daß er ihm vielmehr den Kopf geboten, ihn ineiner Schlacht überwunden und erlegt. Worauserhelletchaß dem-HeroVorus diese Erdichtung auf einedritte und verschiedene Art müsse seyn erzälet wor-den e).
(d. B.) Die berümtesten Meinungen vom G-siris sind von gedoppelter Art. Einige, so alle Fa-beln der heidnischen Götkerlehre in den Geschicktender heiligen Schrift suchen und aus denselben her-leiten, haben verschiedene Mutmaßungen deshalbversucht, pet. Dan. Humus hat in der stoinonstr.enangci. 4 cap. 4 § z 4 diese ganze Ge-
schichte auf Mosen gedeutet, dabey aber auch höchstynwarscheinlich vermeint, daß Theuth oder Mer-«arins, Serapis, Grus, Anubis, Vulcanus,Typhon ebenfals Moses gewesen, in welchen erbeinahe alle heidnische Gotheiten verwandelt.Fourmont hinaeaen hat sich große Mühe gegebenzu erweisen, daß Gsiris Esau gewesen, Jacob aberTyphon, in den refiex. crit. lur lcs lii.1t. lies Liiei-sns penples üu.r. leü.Z. rlr. iz - iz>. rviu. i. p, rvz, s<^.
Andere hingegen rechnen ihn unter die fremden oderegyptischen Könige, da denn Herr Rock im Ph^ro S.agckq. sg. r;o sq vermeint, Salacis oderPharao, der den Joseph erhöhet, sey dieser Gsir>^gewesen. Newton hak in der ckronol cics snr-roysumes corrigee p.206 sg weitläufig behaupte^wollen, Gsiris sey einerley König mit dem Sewstris oder Sesac der heiligen Schrift gewesen, wel'chen warburcon in der cliu.leZ. of Vloses <sect.; p 206 28« ausfürlich und unwiedersprechli"wiederlegt hat. Die Fabel von der Entbindung dekRhcain den ; neuen vom Meccurio dem Mon"abgewonnenen Tagen, gehet unstreitig auf die Vck.merung des alte» egyptiscken Jahres mit ; neU^Schalttagen, indem 5 der y2ste Theil von ;6o ib'Indessen kan daraus nicht geschlossen werden, da"Gsiris um die Zeit solcher Aenderung des Jahres^lebt habe: vielmehr wird daher ein weit grossesAltertum desselben mit Recht gefolgert, weil diegyptcr die Namen ihrer vergötterten Helden u>sKönige den Himmelskörpern häufig beigelegt hadAHerr Rock hat in dem2ten Anhange zum cn>ܰgelten Daniel S.4U-4Z8, oder entdeckten amsien Lonsrellation, davon man Nackrickt 'zur Zeit des Ausgangs der Rinder IsraelsEgypten, aus Sem Hiob und Plurarcko ° ,se Begebenheit mit einer Begebenheit desGOttes verbunden, und darauf im Pharo die^g"'ze Einrichtung der egyptischen Historie geba> ,(Z49); obgleich theils die Bestimmung dessolcher Tonsicllation mit den anderweitigen N'zrichten von der Vermerung des egyptiscken Ja^nicht nbereinkomc, theils die Verdindung derleimit dem Ausgange der Israeliten aus EgEa-,auf einer sehr wrlkürliche» Auslegung einigerlen des Buchs -Hiob beruhet.