4 Aöschii. Geschichte des Osiris, der Isis, des Typhorr und des Orus. zor
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W^he wir uns in die Geschichte der sterblichen Könige von Egypten einlassen, sind wir Herkunft die-einigermassen verpflichtet, folgende dunkle und alte Erdichtungen einzuschalten. i^^°thejttn.Osiris und Isis werden von einigen für Saturns und der Rhea Sohn undTochter gehalten; von andern aber für derselben Enkel und Enkelin, die von dem Jupiterund der Juno gezeuget worden, als welchen an einem jeden der fünf eingeschalteten Tageder Egppter eine Gotheit geboren sey. Diese fünf Gotheiten aber seyn Osiris, Isis,
Typhon, Apollo und Venus genant worden «). Doch haben wir noch eine andersNachricht von derselben Ursprünge und Geburt, wovon folgende Umstände erzält werden:
Der Gott Sol, die Sonne,.habe die Rhea in einer geheimen Beiwonung mit dem Sa-turn betroffen, und sie verwünscht, in keinem Monate des Jahres entbunden zu werden.
Bald hernach habe sich Mercur in diese Göttin verliebt, und seinen Zweck gkichfals erhal-ten ; nachdem er darauf im Würfelspiel mit der Göttin Mond gewonnen, habe er von jeg.lichem Tage des Mondenjahres den zwey und siebzigsten Theil genommen, und darausfünf Tage gemacht, welche er zu dem Jahre von z6o Tagen hinzugesetzt, damit sie in denselbenNiederkommen möchte: und dieselben habe man nachher als des Osiris, derIsis, des Orusund der LJephrhe Geburtstage gefeiert. An dem ersten Tage sey Osiris geboren worden,und bey seiner Geburt habe man eine Stimme gehört, die ausgerufen: Der Herr allerDinge isi in die Welt gekommen; oder, nach anderer Bericht, habe eine Jungfrau,
Namens pamyles, wie sie aus dem Tempel Jupiters zu Theben Wasser holen wollen,eine laute Stimme gehört, welche befolen auszurufen: Der grosse und gutthätigeAönig Osiris ist geboren. Hierauf sey er eben derselben Jungfrau übergeben, und die-selbe angewiesen worden ihn zu ernären; welches sie denn auch mit aller ihm gebärendenEhrfurcht gethan, und ihm zu Ehren die Geheimnisse verrichtet, die pamylia geheißen, aufdie Art, wie die sogenanten Vallephoria. Am zweiten Tage sey Arveris zur Welt kommen,den einige Apollo, andere aber den ältern Orus genant. Der dritte sey des TpphonGeburtstag gewesen, der nicht zur rechten Zeit, noch durch den gewönlichen Weg aus Lichtbekommen, sondern durch einen gewaltsamen Ris aus seiner Mutter Seite hervorgesprun«
8en. An dem vierten Tage sey Isis geboren worden, und an dem fünften LlJephrhe oderLJephrhys, die auch Linis, Venus, und Victoria geheissen. Der Gott Sonne seyder Vater des Osiris und Arveris; Mercur der Isis; und Saturn des TyphonM der Vlcphthe gewesen. Weil der dritte der Geburtstag des Typhon gewesen, solvurde er vor böse und unglücklich gehalten, so daß die Könige an demselben alle Geschäftebeiseite setzten, und weder äffen noch trunken. Vlephrhe heiratete den Typhon, undIsis den Osiris. Von den beyden letzten sagt man gar, daß sie sich aus gegenseitigerLiebe schon im Mutterleibe umarmet, und man glaubte, Arveris, der ältere Orus beyden Eczyptcrn, und Apollo bey den Griechen, sey aus dieser frühzeitigen VermischungEisprüngen (^). Sobald Osiris das egyptische Reich erlanget, suchte er die Einwoner
von
a') 5-c. Üb. I. P.
„ (A) -Herodcm s schreibet ihnen auch eineTv'chter, steller sind, die wir haben, so diese Erdichtung aus-r,änlich die Bubastis oder Diana zu, und scheint sürlich beschreiben. Insonderheit schreibet er,' da erGeschichte dieser fabelhaften Fürsten etwas anders von der schwimmenden Insel Lhemnis, bey derMttzu haben, als sie von dem Dwdorus und Stadt Bums, redet: Lacona. eine von den hö-^utarch erzälet wird, welches die einigen Schrift- Hern Gotheiten, die sich zu Bums aufgehalten, ha-
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