Band 
Erster Theil.
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504
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524 m Hauptst. Geschichte Egyptenö bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

cher des Mereurs oder Thsrhs verwarete; wovon eines Loblieder auf die Götter, das an-dere aber Lebensregeln vor die Könige enthielte. Darauf folgte zweitens ein Sterndeu-ter , der eine Sonnenuhr und einen Maasstab einer Hand lang, als Sinbilder der Stern-deutung, trug; dieser musre die vier astrologischen Bücher des Mercurs auswendigwissen. Das erste davon enthielt die Oerter der Fixsterne, und die übrigen drey handeltenvon der Sonne und dem Mond, ihren Finsternissen, ihrem Scheine, Aufgang u. d. Fernererschien, drittens, ein Hierograrnmaceus,oder heiliger Schreiber, mit einer Feder auf deinKopfe; dieser trug ein Buch und ein Linial, nebst Dinte und einem Schreiberohr. Er mustedes Inhalts von zehn Büchern kundig seyn, in welchen gehandelt war, i) von Hieroglypheschen Zeichen; 2) von der Weltbeschreibung; z) von der Erdbeschreibung; 4) von der-Ol'deyung der Sonne und des Monden; 5) von den fünfIrsternen; 6) von der LandbeschreibungEgyptcns; 7) von der Beschreibung des Nils; 8) von der Beschreibung der heiligen Ge-fasst, und der dazu gewidmeten Orte; 9) von den Maaffen; und endlich das rote von al-lem, was zum Gottesdienste erfordert wurde. Darauf kam, viertens, ein Stolistes, daSist, eine Art von einem Obermarschal, der den Richterstab, nebst einer beim Opfern üblichenTrinkschale, in der Hand hielte, und alles, was zum Unterricht der Jugend und zur Versiege-lung des Opferviehes gehörte, verstehen muste. Der ganze egypristhe Gottesdienst aber warin zehn Büchern verfasset. Das erste handelte von den Opfern; 2) von den Erstlingen;z) von den Lobgesängen; 4) von Gebeten;;) von Umgängen; 6) von Festtagen; und die übri-gen viere waren von änlichem Inhalt. Lüufrens, und zuletzt unter allen, kam der Prophet,der einen Wassertopf öffentlich im Busen trug, und von denen gefolget ward, die das Brotbey solchen Umgängen trugen. Er legte sich, als Vorsteher des Tempels, auf die zehn söge«nanten Priesterbücher, die von den Gesetzen, den Göttern, und dem ganzen Lehrbegrif desPriestertums handelten. Wir haben hier demnach eine Nachricht von sechs und dreißigBüchern des Hermes; ausser welchen er noch sechs andere geschrieben: von der Zergliede-rungskunst, den Krankheiten, Arzeneien u.d.g. so daß er überhaupt Verfasser von zwey undVierzig Büchern gewesen Und so kömt die Sache begreiflich heraus. Um aber wiederauf die Erzälung zu kommet die wir durch diese Ausschweifung unterbrochen; so ward die-ser scharfsinnige Man, oder doch dergleichen einer, zurückgelassen, der Isss in der Regierungdes Königreichs beizustehen. Ausser dem wurde Hercules über die im Lande gelasseneKriegsvölker gesetzt, und Anräus, Busiris und Prometheus wurden zu Stathalterstverschiedener Landschaften bestell (^').

§. 620.

Verricht»«- Nachdem Osiris die Sachen in Eczypren dergestalt bestellt, trat er einen Zugreist. E* an, und begab sich zuerst nach Erhiopien. In diesem Lande erhöhete er die Ufer des Nils,und grub verschiedene Canäle, den gar zu häufigen Ueberschwemmungen des Nils vorzU'beugen, und das Wasser dieses Stroms zu erniedrigen und zu vertheilen. Unterdessen, daßer in Ethiopien damit beschäftiget war, durchbrach der Nil in Egypccu seine Dämme,und überschwemmete einen grossen Theil des Landes; welches mit einer so heftigen Flut ge-

schätze,

d) cV-m. Nrom. I.ti. p, 6z)>

()6l. B-) Dom -Hermes ist sekr weitläufig ge- die verschiedenen Meinungen, die eine biblische Ver-handelt worden vom Hrn. Iac. Bruckcr in der Kist. son, sonderlich itNosen daraus machen, geprüft we^crit.pdilol' kam. i. p. r,;r- 164, alwo stwol die übn- den Herr Roch hat im PVüroS.Z? sq.dengen Schriftsteller von demselben angeführet, als auch septz davor gehalten.