4 Abschtt. Geschichte des Osiris, der Isis, des Typhon und desOiUs. zoz
schätze, und einer so plötzlichen Ausbreitung, daß er alles in der Gegend fortschwemmete, undeine grosse Menge Menschen ersäufte, sonderlich aber in des Prometheus Landschaft vielenSchaden that, worüber sich derselbe fast bis zur Verzweifelung betrübte. Hercules abertrocknete das Wasser bald wieder aus: daher dann ist die Sage entstanden, daß er den Ad-ler durchschossen, der dem Prometheus das Herz genüget; denn die Geschwindigkeit die-ser Flut wurde mit einem Adler verglichen, und der Flus selbst ward daher zuweilen mit demNamen dieses Vogels beleget. Jedoch, auf den Dsiris wieder zu kommen, so unterrichteteer die Ethiopier in allem, was zum Landbau gehöret, und baucte ihnen verschiedene Städ-te; sodann reisete er von bannen, und lies einige Leute zurück als Stattzalter, andere aberden Tribut vor ihn zu samlen. Aus Ethiopien ging er nach Arabien, und setzte seine Rei-sen bVAnseit Indien fort. In Indien bauete er verschiedene Städte, und insonderheitdie Stadt LTysir, welche er so nante nach dem Orte, wo er, nach einiger Bericht, erzogenworden. Hier pflanzte er auch den Epheu, der sonst nirgends in Indien zu finden war,und hknterlies daselbst so viele Denkmale von sich, daß dieselben nachgehende Gelegenheit ge-geben haben zu streiten, ob er nicht ursprünglich aus diesem Theil der Welt her gewesen.
Nachdem er nun ganz Asien besehen hatte, setzte er über den Hellespont, landete in Thra-cier,, und erschlug den König des Landes Lycurgus, der sich seinem weitem Zuge rvieder-fetzce. Hier lies er den Mars, das Land anzubauen, und befal ihm eine Stadt anzuIegA»,und sie nach seinem Namen Maronea zu nennen. Nachgehends ertheilte er seinem Soh-ne Macedo das Land Macedonien, welches von demselben seinen Namen bekommen;und dem Trrptolemus wurde Arnca anvertrauet
§. 62l.
Endlich kam Dsrris wieder nach Egppren zurück, und brachte die auserlesensten ErmordungFrüchte der Erden, nebst den Segenswünschen des ganzen menschlichen Geschlechts mit sich, selben,welches ihn einmütiglich vergötterte. Allein, sein Bruder Tpphon erschlug ihn bald nachseiner Wiederkunft, zcrschnit seinen Körper in sechs und zwanzig Stücke, und gab einem je-den seiner Mitschuldigen eines davon'). So wird der Tod des (Osiris von einigen berich-tet. Andere hingegen erzälen die Begebenheit folgendergestalt: Da Typhon vernommen,daß sein Bruder auf dem Rückwege sey, habe er sich, ausser der Königin von Ethiopien A-so, mltzwey und fiebenzig andern verschworen, ihn zu ermorden. Zu welchem Ende er heim-lich das Maas von dem (Dsiris ncmen, und einen sehr köstlichen Sarg machen lassen, den-selben aber zu sich in sein Haus Hu bringen befolen, da er eben ein feierlich Gastmal mit seinenFreunden gehalten. Als solches geschehen, haben seine Gäste denselben besehen und bewun-dert. Worauf Tpphon ihnen gleichsam im Scherz gesagt, daß derjenige unter ihnen, demrr am besten passen würde, denselben haben solle. Da denn verschiedene von der Geselschaftsich darein zu legen versucht, doch vergeblich, bis sich Osrris in denselben gelegt; welches -kaum geschehen, da sie augenblicklich den Deckel über demselben zugemacht und verschlossen.
Darauf habe man geschmolzen Bley drüber gegossen, und ihn an die ranicische Mündung
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L) s-e. ><b. I. p. 15 . 5eq.
B.) Nach Jul. Firmier Matern, Bericht Heiken verschiedener Personen an,so durch Verbindungsei Gsiri« Abwesenheit mit dem Typbon der griechischen mit der Mvrgenländischen Götter.
^gehalten, und dadurch den Untergang ihres Ge- lehre geschehen, da die Griechen durch DeutungWals veranlasst haben. Die ganze Erzälung zei- der Geschichte fremder Götter auf ihre Helden,
3" sehr deutlich eine Mischung mehrerer Begeben- dieselbe vermeret.
A.W.H.1. Theil. Ses