Band 
Erster Theil.
Seite
566
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Z66 m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

Weil die Perser aber ihre Zurüstungen;u diesem Kriege sehr verzögerten, so starb AcoriS,ehe er anging. Und auf ihn folgte

Psamnllichls. psammuchis, der nur ein Jahr regierte *).

Nepheroches. Nach ihm regierte Nepheroches vier Jahr, der vor den letzten aus dem mendefischen Geschlecht ausgegeben wird ").

§. 692.

I n. d frSi F. Hierauf kam Nectanebis, der erste aus sebennptischem Stam zur Regierung *).

V.L.G.Z79. dem zweiten Jahre seiner Regierung kam das persische Kriegsherr nebst der Flotteauf seinen Küsten und Grenzen an, und thaten den ersten Angrif auf pelusium : weilNectanebis. aber Nectanebis Zeit genug gehabt hatte, sich zu rüsten; so war die Stadt samt der umlie-genden Gegend so wohl versehen, einen Feind gehörig zu empfangen, daß sie da nichts aus-richten konten. Ja, weil die Befelshaber von persischer Seite in ihren Anschlägen mis-hellig waren, und ein jeder des andern Rum beneidete; so thaten sie nichts in diesem Kriege.Denn ob sie gleich in den mendesischen Ausstus des Nils einliefen, sich der daran liegen-den Festung bemächtigten, und die Egyprer inungemeine Bestürzung sehten: so liessen sieihnen doch Zeit, wieder ein Herz zu fassen. Indem Nectanebis eine hinlängliche Besa-tzung in Memphis legte, und sich mit seiner übrigen Macht ins Feld begab ; da er dennden persischen Heerfürer pharnabazus dergestalt aufhielt, daß er im Lande keinen er-heblichen Vortheil gewinnen konte: und als der Nil das Land zur gewönlichen Zeit über-schwemte, wurden die Perser genötigetabzuziehen, so nicht ohne wichtigem Verlust gescha-he ?). Also endigte sich dieser Krieg.

Ohngefär fünfJah^e hernach kam Agesilaus, König von Sparta, als Abgesandtervom Nectanebis, um Hülfe für die Lacedamonier anzuhalten, die damals von denThebanern sehr in die Enge getrieben waren *). Sieben Jahre darauf starb Necra-nebis.

§. 69z.

2.6;o. Tachos war sein Nachfolger. Dieser samlete alle Macht, die er aufbringen konte,- 7 ^ ^i'n Land wieder die hochmütigen Absichten der Perser zu vertheidigen, welche ihrer häufigTachos, mislungenen Versuche ohnerachtet, die Gedanken, Egypren ihrer Herschaft nochmals zu un-terwerfen, nicht aufgegeben hatten. Damit er nun seine Macht noch mehr verstärken möch-te, schickte er nach Griechenland, Völker in Sold zu nemen, und fand mich mit seinem Ge-such bey den Lacedämoniern so viel Eingang, daß sie ihm eine gute Anzal Volks, unterder Anfürung des Agesilaus, überliessen"). Tachos hatte diesem Könige versprochen,daß er Oberbefelshaber oder Generalißimus über die ganze Kriegsmacht seyn soltc; al-lein gleich bey der ersten Zusammenkunft fastete er eine so nachtheilige Meinung von diesesalten Herrn, daß er von der Zeit an seinen Rath in den Wind schlug, und seine Person ver-achtete. Er hatte vermutet, einen muntern und ansenlichen Man an ihm zu erblicken, bri-sen Kleidung und Aufzug dem Rum und Glanz seiner Heldenthaten gleich sey, nicht abereinen schlechten alten Man von geringem Ansehen. Man kan mit Recht sagen, daß dicchübereilte und übel gegründete Eindruck den Untergang des Tachos verursachet habe; ^wir deutlich spüren werden. Denn Tachos räumte dem Agesilaus weiter nichts ein, ^

Siehe oben §. 598. «ä Siehe eben! daselbst- -h Siehe oben §. 59z.

s>. 74». 472 . .Vk/01 in in käemldillem O"»-

1.15. ?. ;oH>