z Abschritt. Die Regierungen der Könige von Egypten. ;6z
wodurch sich Tamus um ihn verdient gemacht hatte, und aller Gesetze der Menschlichkeitund Gastfreiheit uneingedenk, und überfiel ihn feindlich ; nachdem er nun ihn nebst denSeinigen und ganzen Begleitung erschlagen, bemächtigte er sich der Schätze, die Tamus inseinem Vaterlande zu gemessen gehoffet hatte °). Dis ist alles, was wir von diesem grausa-men Fürsten wissen.
§. 690.
Sein Nachfolger war Nephereus. Dieser König wurde von den Lacedamo- Nephereusniern zu einem Bündnis wieder die Perser eingeladen; und er schickte ihnen eine Flotte von und Acoris.hundert Schiffen, den Krieg zur See zu befördern, nebst 600020 Maas oder Scheffeln Korn,zum Unterhalt ihres Kriegesheers. Weil aber die Schiffe, so mit diesem kostbaren Geschenkbeladen waren, aus Unwissenheit zu Rhodes einliefen, dessen Einwoner sich eben damalsunter den Schutz der persischen Flotte begeben hatten, welche zu der Zeit unter Cononsdes Arheniensers Anfürung daselbst vor Anker lag ; so fielen sie ihm zur Beute anheim,und kamen also den Lacedämoniern nicht zu Handen?).
Acoris folgte auf den Nephereus. Er verband sich mit dem Könige von Cy-pern, Evagoras, den Arabern, Tyrern und Barcäern, einem libyschen Volk, wie-der die Persers). Acoris sandte dem Evagoras, als dem Haupt dieses Bündnisses,einige Hülfsvölker; als derselbe aber geschlagen war, kam er nach Egypten, den Acorisdahin zu bewegen, ihm mit seiner ganzen Macht beizustehen : allein Acoris war nicht da-hin zu bringen, sich in seine Sache gänzlich einzulassen, und schickte ihn mit einem blossenBeitrag an Gelde wieder fort, so doch mit den dürftigen Angelegenheiten dieses bedrengtenFürsten in keine Vergleichung kommen konte. Bald hernach» fand sich Gaus, der einige,so von des Tamus Geschlecht übrig geblieben, welchen psamminchus seines Reichtumswegen umgebracht, und der sowol als vorher sein Vater zu der Admiralsstelle in persi-schen Diensten gestiegen war, durch die Mißhandlungen des Tiribazus, des persischenKönigs Feldherrn in dem erstem cyprischen Kriege wieder den Evagoras, beleidiget, undfiel von den Persern ab, worin ihm ein grosser Theil der Flotte und der Kriegsvölker folgte,und lies sich mit dem Acoris und den Lacedämoniern in ein Bündnis ein. Das Jahrdarauf aber wurde Gaus von jemand, der unter ihm diente, verräterischer Weise erschla-gen : und weil Tachos, der die Bewerkstelligung gleichen Vorsatzes unternommen hatte,mitten in Vorbereitungen dazu starb; so zerfiel das ganze Vorhaben, und die Perserwurden der verdrieslichen Wirkungen entlediget, so dieses neue Bündnis ihnen zu drohenschien *).
§. 691.
Es waren nunmehr» dreißig Jahre verflossen, seitdem die Egypter das persische Acoris noch-Joch unter dem Amyrräus abgeworfen, und seit der Zeit bey allen Gelegenheiten merkli-^^er-che Proben ihres Abscheus vor der persischen Regierung abgeleget hatten. Nachdem nunÄrraxerxes Mnemon völlige Muffe bekam, sie zu züchtigen ; so wurde» sie aufs neue mit"nem grausamen Kriege bedrohet. Man machte auf beiden Seiten grosse Zurüstungen.
Acoris zog eine grosse Anzal Griechen und anderer in Sold genommener Völker, unterAnfürung des Arheniensers Chabrias, an sich, und lies sie zu seinen Unterthanen stossen-).
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