;68 m.Hauptft. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
Phönicier! an seine Grenzen kommen tonten. Dieserhalben sandte Neeranebus, ihrenMuth zu unterhalten, ein Heer von viertausend gedungenen Griechen, unter der Anfürungdes Rhodiers Menror zu ihnen zu stoffen, in Hofnung, den Krieg in der Ferne zu füren.Die Phönicier, so durch diese Hülfe aufgemuntert worden, trieben die Perser aus ihremGebiet«); und gleich darauf traten auch die Cyprier in das Bündnis wieder persienbey^). Darms Ochus sahe nun, daß seine Befelöhaber in Unterdrückung dieser Auf-rürer nichts ausrichteten, daher entschlos er sich, in Person seine Völker anzufüren ; wo-bey er sein Auge vornemlich auf Egypren gerichtet hatte. Wie der Rhodier, Mencor,hiervon und von der erstaunlichen Menge der Kriegsleute, woraus das persische Heer be-stünde, Nachricht erhielte, ging er zu dem Könige von persien über; von welchem erfreundlich empfangen wurde, als einer, der ihm seiner Kentnis wegen von Egypren undallen Angelegenheiten dieses Reichs, wichtige Dienste leisten tonte. Da wir uns abersetz» nicht eigentlich um die persischen Sachen bekümmern, die an ihrem gehörigen Ort aus-fürlich erzalt werden sollen: so wollen wir unsre Augen wieder auf den Neccanedus wen-den. Als derselbe gewar wurde, daß der König von persien seinen Untergang völlig be-schlossen hatte, und daß er auf alle Weise bemühet war, solch Vorhaben unabläßig undnachdrücklich zu bewerkstelligen : brachte er ein Kriegsheer von rooooo Man zusammen,worunter 20000 Mietlinge aus Griechenland, eben so viele aus Libyen, die übri-gen aber Egypren waren. Doch belief sich diese ganze Macht noch nicht auf den drittenTheil des persischen Kriegsheeres. Mit etlichen von denselben besetzte er seine Grenzstädte,und mit den übrigen verwarte er die Pässe, wodurch die Perser ziehen musten. DerPerser fertigte drey Haufen von seinem Heer ab. Der erste wurde von dem ThebanerLachares angefürt, und lagerte sich vor pelusium, so mit fünftausend Griechen besetztwar. Der zweite ging unter der Anfürung des Argivers, Nicosirarus, auf einem Theilder persischen Flotte zu Schis, segelte den Nil hinan mitten ins Land, stieg daselbst aus,und machte ein festes Lager. Hierauf wurde das ganze Land erreget. Elinius, aus der In-sel Cos, musterte alle benachbarte Besatzungen, und erbot sich, den Nicosircrrus aus sei-nen Verschanzungen zu vertreiben. Dis veranlasste eine Schlacht, wobey mit grosser Hart-näckigkeit gefochten ward; endlich aber wichen die Egyprer, nachdem sieden Clinius nebstfünf tausend Man verloren hatten, und wurden völlig geschlagen und zerstreuet. DerVerlust dieser Schlacht war der Untergang Egyptens. Denn als Necranebus davonNachricht erhielt, verlies er die Pässe, alwo er sich sehr klüglich gesetzt hatte, und ging aufMemphis zu, selbe Stadt wieder den Nicostrarus zu vertheidigen, weil er besorgte,daß derselbe mit seiner siegreichen Flotte und Kriegsherr auf gedachte Hauptstadt einen An-schlag habe. Wie die griechische Besatzung zu pelusium hörte, daß Necranebus sei-nen Posten verlassen, vermeinten sie, alle Hofnung sey verloren, und veranlassen daher ei-ne Unterredung mit dem Lachares, und übergaben demselben die Stadt mit dem Be-dinge, daß sie nebst ihren Habseligkeiten sicher nach Griechenland gebracht werden sel-ten. Der Rhodier Menror, der den dritten Haufen der persischen abgefertigtenManschaft unter sich hatte, fand die Pässe unbesetzt, ging daher durch dieselben ins Land,und lies allenthalben bekant machen, Ochus wolle jederman, der sich unterwerfe, zu Gna-den annemen; alle aber, die sich wiedersehen würden, gänzlich ausrotten, wie man wißt,daß er es vormals gethan habe: worauf sich die Egyprer und egyprische Gnechell
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