Erste Abhandlung, von der Erdbeschreibung Egypktis. Z87
gewr's. Herodorus fürt drey an, so viel grösser gewesen als die übrigen: den canopifthen,an der äussersten Abendseite des Delta, den pelusischen an der Morgenseite, und den se-dennirisitzen zwischen beiden. Er sagt, der simisthe und mendeststhe waren aus demfebermmschen abgeflossen : den bolbittsihen und tanitisihen hätte nicht die Natur ge-macht, sondern sie wären durch Kunst verfertiget. In Ansehung der Ströme gegen Mor-gen und gegen Abend stimmen alle Schriftsteller überein; sie melden auch, daß der raniti-setze am nächsten bey dem pelusischen gewesen sey, ausser daß Herodstus noch einen,den bucolischen genant, der aber mit dem tanittsitzen vieleicht einerley ist, hinzusetzt.
Darin sind auch alle einig, daß der mendeststhe am nächsten daran, und der bolbmsche,nach dem canopischen, am weitesten gegen Abend flieste.
Strabo ist darin dunkel, wenn er, nachdem er des sebennikisthen und phatm- Ende der ansitzen Ausflusses gedacht hat, hinzusetzt: der Breite nach hält man ihn für den drit- merkung.ren; welche Beschreibung ohne Zweifel von dem sebennitischen zu verstehen ist.
Nach des Herodorus Bericht schnitte der sebennicisthe Arm sich seinen Weggleichsam mitten durch das Delta, und floö an der Seite desselben hinein, die am meistengegen Mittag lieget, wo in der stcardifchen Karte ein Canal gezeichnet ist, den ich auchin meine gebracht habe. Nach eben dieses»Schriftstetters Bericht entstunden der saitisiheund mendeststhe Strom aus dem sebennitischen; weshalb ich mutmaße, daß der phat-nische und saitisihe einerley seyn, und er diesen Namen daher bekommen habe, weil er ausdem saitisitzen bey der Stadt Sais hergeflossen ; wie es in meiner Karte vorgestellet ist.
Der zweite Canal, der aus dem sebennitischen Strome nach dem phatnisitzenzugehet, ist meines Erachtens ein Werk der neuern Zeiten, und zwar zu dem Ende verfer-tiget, daß man den sebennitischen Arm mit dem busirisitzen und mit dem sabunischenCanal zusammenhängen möchte. Ferner glaube ich, daß der arthribitisitze Strom aus demsebennitischen gegen Morgen geflossen sey, und sich nachgehends in zwey Afterausflüsse,
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er gerade auf die Spitze des Delta. Weiter, theilter mit seinem Laufe die Mitte des Delta durch, undergiest sich in das Meer , dem er nicht den geringstenVorrat von Wasser zufürt, der des Namens werthsey. Es heist diS die sebennitische Mündung.Ausser dem gibt es nock zwey Mündungen, die sichvon der sebennitischen abreisten und in das Meergehen; ihre Namen sind folgende: Die eine dersel-ben heist die säuische, die andre aber die mende-siscke. Was die bolbitinische und bukolische be-tritt, so sind dis keine von der Natur gemachte, son-dern ausgegrabene Mündungen, tieroä. I. n c. 17.
Er ergiest sich mit sieben Ausflüssen ins Meer,davon der, so gegen Morgen geht, und der vornemsteist, der pelosische heist; der zweite, der tanitische;darauf folgt der mendesrsche, und pharnische, undsebennitische, weiter der bolbitinische, und endlichder canopiscke, den einige den heracleotischennennen. Dioä. 1 .1 p. 2,9.
Nach der canopifcken Mundung kömt die bol-Lnkinische, darauf die sebennitische, und die phat-nische. Dis ist die dritte an der Grösse, nach denzwey vornemsten, von weichen das Delta einge-schlossen wird. - , Mit der pharniscken aberhangt die mendeslsche zusammen. Hierauf folgt
die tanttische, und zuletzt die pelusische Mündung.Zwischen diesen giebt es noch andere, die man gleich«sam Ästerausflüsse nennen möchte, und die wenigerberümt sind. Strsbo l. 17 p goi.
Es gibt viele ansenliche Städte, auch zwischen bettStrömen des Nils, vornemlich diejenigen, wovondie Ausflüsse ihre Namen haben: nicht zwar alle,denn es sind dieser Ausflüsse zwölf, und über vier,so die Einwoner AfterauöflüssS nennen, sondern diesieben vornemsten: unter welchen der canopisckezunächst bey Alexanderen fliestet, hernach der bok-bitische, der sebennitische, phatniscke. mende«fische, tanitische, und endlich der pelusische, HU.
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Die sieben Mündungen des Nilstroms,
Die heracleotische Mündung.
Die bolbitinische.-
Die sebennitische.
Pineptimi, ein Afterausflus.
Diolcus, ein Afterausflus.
Die pachmitische Mündung.
Die mendeslsche.
Die tanitische.
Die pelusische.