Erste Abhandlung, von der Erdbeschreibung Egyprens. 589
stopfet worden, wo der balbicifche ausgeflossen, und sey demnächst in den dreifachen Canal .«rusgebrochen, der in meiner Karte abgezeichnet ist; so oft nemlich der Nil angeschwollen.Naucratis ist, meines Erachtens, bey dem Flecken Fova, gegen den heutigen alexandrinr- Naucrans.schon Canal über zu sehen; ich vermute auch, daß dieses eben derselbe alte Canal sey, der vor-zeiten nach Schedicn gegangen.Mich beucht,an dem Flecken Samocratesso ein wenig weitergegen Mittag lieget, findet man wenigstens Ueberbleibsel von dem alten Namen Naucrans. Sais.
Das alte Sais hat wol an dem westlichen Ufer des Canals gelegen, der aus dem fe-bennitischen Ausflus abgeleitet ist; denn nach des prolemäus Zeugnis liegt die gedach-te Stadt zwischen dem erwenten Flus und dem canopisthen Strom : doch wil ich auchnicht in Abrede seyn, daß die aufdem östlichen Ufer gelegene Stadt Sakir etwas verstümmel-te Ueberbleibsel dieses Namens beibehalten habe: die Stadt lag zwey Schönen, oder zehn-tausend Schritte, von Naucrans. Sicard halt sie für das alte Tois ; nach meinem Er-messen aber ist sie weiter gegen Mitternacht gelegen, prolemäus sagt, daß beide Land-schaften Sebennitis auf der Mittagsseike nach Arthribis zugehen ; die untere nemlich,deren Hauptstadt pachnamums hies, und die obere, worin Sebennirus lag.
Tors pflegt man vor eine Stadt auszugeben, die auf einer Insel gelegen; weil sie Tors.nemlich durch einige Canäle gleichsam zur Jnsul wird. Nach des prolemäus Bericht lagdiese Stadt zwischen dem chermurischen und arhribisthen Strom, mithin auf dem festenLande. Srrabo seht sie in die sebennitlsche Landschaft H. Allein ptolemäus fürt ei-ne sogenante xoitifche Landschaft an, die vieleicht in den neuern Zeiten von der sebeimici-schen .abgenommen ist. Von dieser Stadt scheint übrigens die Benennung des ganzenLandes, so in der heil. Schrift vorkämt, herzurüren, da es das Land von Zoan heist.
ptolemäus giebt Thmuis, Srrabo aber Mendes als die Hauptstadt der men. Thnwis,deststhen Landschaft an; weshalb ich verinute, daß es einerley Stadt sey, die nur zweierlei) Mendes.Namen gefüret habe. Herodorus fürt auch eine thmumsche Landschaft an; wodurch esgeschehen ist, daß auch diese Landschaft einen zweifachen Namen bekommen hat. DaSrrabo des ranitisthen Stroms gedenkt, nennet er ihn den faktischen; welcher doppelterName nach einiger Mutmaßung daher entstanden ist, weil die Stadt Tanis anfänglichSais geheißen hat. Weil jedoch niemand dem Strabo beistimmet, so dachte ich fast, daßSrrabo geirret habe, und die faktische Landschaft mit der phatnicifchen einerley sey.
Der bustristhe Strom fliest, wie ptolemäus meldet, aus dem bubastifchen Arm inden pharnifchen, und ist daher nur für einen O.uercanal zwischen beiden Armen zu achten.
Sicard meinet, er habe Spuren von dem alten Cynopolis bey Chiu gefunden.
Das dritte Delta ") nimt man an zwischen dem bustrifthen Strom, und demjeni-gen, der ausdembubastistheninden prneptrmfchen, welches vieleicht in den phamm-fchen heißen solle, fließet; ich halte ihn für den fabumschen Canal, der aus dem Nil nachder Sradt Abousrr geleitet ist. Wenn pcolemäus den Strom sowol hier, als wo er desUrsprungs des bustrmschen erwent, den bubastifchen nennet: so mus man ihn so verste-hen, daß er habe andeuten wollen, der ramsche sey noch weiter Unterwerks, vieleicht beyNlanföura, daraus abgeflossen: an welcher Stelle ich, indem ich meiner Vermutung ein
Eee e z wenig
/) In der mitten im festen Lande liegenden Gs- geben, zwischen den schon gedachten mitten inne;gend, über den sebennitrsaien und pharni sehen indem der bubaftisthe Strom in einen andern aus-AuSflus hinauf, liegt Tors, eine Insel und Stadt fliest, der durch die Stadt Atrrbis und die Mön-ch der ftbennitrscben Landschaft srrabo I. p. 8or. dring Pineprirnr gehet, wo auch die Lage eben die«tl) Es liesse sich wol noch ein drittes Delta an- ses Delta seyn müste. kcolein. 1.4 c.z.