Band 
Erster Theil von A - G.
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267
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Dilherr. 259

Als er nun aber diesmal ſeinen Abſchied erhalten, praſidirte ernoch einmal bey der Diſp. des nachmaligen Hru. D. Joh. Muſchde libero arbitrio, hielte eine Abſchieds⸗Rede de impedimentisuerae religionis, und am toten Sont. Trin. eine bewegliche Ab-ſchieds⸗Predigt von den Thranen Chriſti, worauf er ſich, zu all-gemeiner Berruͤbniß in Jena, nach Nurnberg verfuͤgte. Als ermit ſeinen Buͤchern, welche damals ſchon alleine 14 Fuh-ren ausmachten, und 104 Centner ſchwer geweſen, durch dieVeſtung Forchheim gefahren, und der Commendant, Hr. Grafvon Pappenheim von unſerm Dilherrn erfuhr, daß er der Beſi-65 dieſes ſogenanneen freyen Studenten⸗Gutes waͤre, hat derraf zu ihm geſagt: So muß der Herr ein vornehmer Studenteſeyn. In Nuͤrnberg war er 14 Tage und trat darauf mit vier ge-haltenen Reden de caro academico ſeine Aemter an, bey welchener noch einſtweilen den Titel, Eccleſiaſtes, erhielt, aber auch hie-mit mancherley Verfolgungen ausgeſetzt wurde als wovon et-wann eine geſchriebene Nachricht vom Dilherriſchen Orden zeugenkan. 16,6 wurde er nach Abſterben Hrn. Geſe Sauberts, Pre-diger bey St. Sebald. Der Ruff ſeiner Geſchicklichkeit breiteteſich inzwiſchen immer mehr aus, und er wurde nach Hamburg,nach Koppenhagen, nach Mecklenburg als Gen. Superintendent,als Braunſchw. Luͤneburgiſcher General ⸗ Superintendent undAbt zu Rid dagshauſen, zur Gen. Superintendur uͤber die Schwe-diſche deutſche Ita baſtgedige Pommern, Bremen und Verden,ingleichen zur Oberhofprediger Stelle in Dresden beruffen; alleindieſer demüthige Theologe blieb lieber im mittelmaͤſſigen Stande,und wollte ſein geliebtes Nuͤrnberg nicht wieder verlaſſen. In ſei-nem Bibliothecariat hat er ſich bey verſchiedenen Churfuͤrſten,Fuͤrſten, Grafen und Herren, denen er die Bibliotheck gezeigt,durch ſeine gelehrte und angenehme Diſcurſe in ſolche Hochachtungund Bewunderung geſetzet, daß er Gnaden⸗Zeichen und Lob-ſpruͤche genug erhalten, dergleichen ihm fonderlich 1658 vom K.Leopold und dem Erz⸗Herzog Leopold Wilhelm, ingleichen 1662von der Koͤnigin Chriſting, als ſie die Nuͤrnbergiſche Bibliotheckbeſuchten, reichlich widerfahren. Von ſeiner wichtigen und merk-wuͤrdigen Unterredung und Handlung mit dem Kaiſer und demM m 2 Erzher-