Band 
Erster Theil von A - G.
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*Ebner. 325

———den vornehmſten Orten merkwuͤrdig iſt. 1706 begab er ſich uͤberRotterdam nach Engeland, hatte zweymal bey der Koͤnigin AnnaAudienz, und kehrte wieder nach Holland zuruͤck. Frankreich zubeſuchen wollten die damaligen Coniuncturen nicht geſtatten; ertratt alſo ſeine Reiſe in die deutſchen Länder an, kam 1207 nachHaus, gieng aber ſobald wieder auf Italien zu nach Venedig,und ſo weiter endlich nach Rom. Wie er in Italien und vornem-lich Rom Gelegenheit hatte, die beſten Alterthuͤmer und groͤſtenSeltenheiten kennen zu lernen, ſo bewunderten auch die Italiaͤnerſeine Kenntniß in dieſem Studio. Daer zumdrittenmal in Romwar, inzwiſchen aber Florenz, Neapel und dergleichen geſehen,wurde er von der Academie degli Arcadi zu einem Mitglied unterdem Namen, Damone Malateo aufgenommen. Bey dem da-maligen Pabſt Clemens XI, ſtunde er in ausnehmender Gnade,hatte oͤffters ganz alleine Audienz bey ihm, und wurde auch, eheer Rom den 26 Oct. 1707 zum letztenmal verlies, von demſelbenunter Auflegung der Haͤnde mit einein ganzbeſondern Seegen undmit Thränen entlaſſen. Hierauf gieng er durch Italien wiedernach Deutſchland, nach Wien, uͤber Prag nach Dresden, wurde1709 den 7 Jul. von dem Herrn Herzog Moritz Wilhelm zu Sach-ſen, poſtulirten Admimſtrator des Stiffts Merſeburg, zu ſeinembeſtallten Kammer-Junker, und den? Dec. zum wirklichen Hof-und Juſtitz-Rath gemacht mit der Anweiſung bey dem Regie—rungs⸗Collegio den Sitz auf der Adel-Bank zu nehmen. 1711uͤbernahm er noch eine Reiſe nach Wien, uͤber Muͤnchen, durchSchwaben in die Schweitz, und kam endlich nach einer ſo langenEntfernung gluͤcklich in Nürnberg an. 1711 reiſte er noch zurKronung K. Karl des»I nach Frankfurt, und 1712 wurde erSenator in ſeinem Vatterland, wo er ſo lange mit Nutzen undEhre regieren half, bis er den 15 Merz 1747 als vorderſter Ap-pellations⸗Rath, Wald⸗ Here, und Pfleger der L. Mendeliſchen-wie auch Jobſter-Stifftung, ohne Leibes Erben geſtorben iſt.Seine Gemahlin, mit welcher er ſich den 8 Merz 17 12 vermaͤhlt/iſt Frau Mar. Chriſtina, eine gebohrne Harsdoͤrferin und nochain Leben. Seine Nebenſtunden hat er auf Sammlung auserle-ſener Medaillen, Kupferſtiche und Portraits gewendet: insbe-

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