316 Ebnetin.ſondere hat er eine koſtbahre hiſtoriam numiſmaticam von demLeben Kaiſer Leopolds geſchrieben, wozu er mit groſſer Muͤhe undKoſten die erforderlichen Münzen aufgeſucht hat; welche Arbeitaber noch im MScce liegt, ob ſie wol ſchon 1714 in den deutſchenAct. Erud. aoſten Theil iſt angezeiget worden.
Ebnerin(Chriſtina) aus dem vorigen beruͤhmten Ge-ſchlechte in Nuͤrnberg erzeugt. Ihr Vatter war Seyfried Eb-ner, deſſen rotes Kind ſie ſoll geweſen ſeyn. Die Zeit ihrer Ge-burt wird verſchieden beſtimmt; Omeis ſetzt ſie auf 1267, undBiedermann eder ihr aber auch einen andern Vatter gibt und inſeiner XXIII Tabell ſehr unrichtig ſeyn mag) auf 1277. So vieliſt gewiß, ſie war nebſt ihrer Schweſter, Demut Cbnerin, eineNonne in Engelthal bey Nuͤrnberg, und wurde Aebtiſſin deſſel-bigen Kloſters. Sie war ſehr fromm„ ſoll zu einer hohenStuffe der innwendigen Empfindung von goͤttlichen Dingen ge-langt ſepn, und es ſoll der Heyland ſich mit ihr unterredet haben 7ſo daß ſich der Ruff ihres Namens gar weit ausbreiteke. SelbſtKaiſer Carl IV, nebſt einem Biſchoff, drey Herzogen und vielenGrafen haben die fromme Chriſtina 1346 in ihrem Kloſter be-ſucht, ſich vor ihr auf die Knie niedergelaſſen, und um ihrenSeegen gebetten. Die Begebenheiten dieſer Chriſtina ſind in et-lichen Buͤchern, nemlich in einer Lebensbeſchreibung, in einerAbhandlung von Erſcheinungen, in einem Buͤchlein von den Gna-den, ſo der Herr den Kloſter⸗Schweſtern erzeiget hat, in MSctenin der Ebneriſchen Bibliotheck vorhanden. Nach dem ZeugnißHrn. Probſt Feuſtkings zu Kemberg in Gynaeceo- haeretico- fa-natico ſoll ein gewiſſer Joh. Micromus oder Macronius von ihrruͤhmen(in Micro. p. 13.) daß Gott in Aufzeichnung ihrer Ge-ſichter ihr die Feder gefuͤhret, und ſelbſt dictirt habe, was ſieſchreiben ſoll. Sie ſtarb, wie einige melden, 1356 in dem 7oſtenJahr ihres Alters, nach andern 1346, und nach Biedermann1369, 92 Jahr alt. Siehe Om. Al. Bied.
Abnerin(Margaretha) der vorigen Schweſter, warauch zu Nuͤrnberg 1291(Hr. Omeis ſagt 1271) gebohren. aneatte