Band 
Erster Theil von A - G.
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387
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Fabricius. 387

— Pä6A— ö.:ñ———angewendet, kan man von einem ſo groſſen Gelehrten leicht ver-muthen. Seine Vorleſungen giengen nicht allein auf die Theo-logie, ſondern auch auf die Gelehrten-Geſchichte, und die italianiſche Sprache. 1690 gieng er nach Jena, und wurde daſelbſtden 14 Oct. nebſt Cph. Sonntagen und Polyc. Leyſer zum DoctorTheol. creirt. 1697 war er in Altdorf zum drittenmal Rector,und hatte die Ehre, die neuen Privilegia der Academie, nun-mehro auch Doctores Theol. creiren zu duͤrfen, von dem Hrn.Prokanzler zu empfangen und ſeinem penerablen Orden mit einerſeiner groſſen Beredſamkeit gemaͤſen Rede zu uͤberreichen. Gleichdarauf, den 1 Jul. legte er ſein Rectorat ab, hielte dabey in Alt-dorf ſeine Abſchieds⸗Rede, und folgte dem gehabten Ruff nachHelmſtaͤdt zur theologiſchen Profeſſion an Paul Heigels, aucheines Nuͤrnbergers, Stelle. Hier hatte er die Ehre, daß er 1701an F. U. Calixti Stelle zum Abt von Königslutter, und 1703zum Braunſchweig⸗ Luͤneburgiſchen Conſiſtorial-Rath gemachtwurde. In eben dem Jahr 1703 wurde er auch in die Academieder Wiſſenſchafften zu Berlin aufgenommen, 1709 zum Gene-ral⸗Inſpector der Schulen im Herzogthum Braunſchweig beſtel-let, zugleich aber auch in dieſem Jahre pro Emerito erklaͤret,wiewol er auch hierauf die Hand nicht in Schoos geleget hat, ſon-dern der gelehrten Welt durch Privat⸗Arbeiten, vornemlich aberdie Recenſion ſeiner vortreflichen Bibliotheck noch nuͤtzlich geweſeniſt. Er lebte inzwiſchen noch 20 Jahre, erlebte 1728 das Ange-denken der vor Jo Jahren erhaltenen Profeſſion, wozu ihm einigeGoͤnner und Freunde oͤffentlich Gluͤck gewunſchen, und ſtarb end-lich den 29 Jan, 1729 in einem ſeltnen Alter von 85 Jahren. Esiſt bekannt daß er nicht nur den Namen eines moderaten Theo-logen behaubtet; ſondern auch hierinnen zu viel gethan haben ſoll.Kaum war der Streit uͤber die in ſeiner Conſideratione uariarumcontrouerſ. behaubtete Religions⸗Dultung ein wenig ſtille, ſokam die ungluͤckliche Schrifft zum Vorſchein,(Eroͤrterte Frage ꝛc.1706, 4. 1 und drey viertels Bogen,) worinnen Fabricius beyGelegenheit einer hohen Vermaͤhlung ſoll behaubtet haben, daßman mit gutem Gewiſſen von unſerer zu. der Roͤmiſchen Religion.uͤbergehen und darinnen ſeelig werden koͤnne. Fabricius hat nun.war