Band 
Zweyter Theil von H - M.
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114 Ludwell.

Altdorf. Noch hier ſetzte er ſeine Philoſophie und Hiſtorie un-ter Ge. Queccius, Mich. Piccarten und Mich. Virdungen fort;insbeſondere aber machte er ſich unter den unvergleichlichenICten, Scip, Gentilis, Conr. Rittershus und Andr. Dinnernin ſeiner Haubt“ Wiſſenſchafſt gar vollkommen. Es geſchaheauch bald, daß er unterſchiedene juriſtiſche und politiſche Privat-Collegia eroͤffnen, und wegen ſeiner hohen Gaben, ſeines ange-wandten Fleiſes und der bezeigten Leutſeeligkelt mit groſſem Bey-fall halten konnſe. Man ſahe es voraus, daß dieſer vortreffi-che Mann fur Altdorf beſtimmet war: er ſelbſten bedachte ſichnicht lange, in Altdorf zu heyrathen, und begab ſich auch wirk—lich 161% in den Cheſtand mit Igfr. Urſula, Hrn. M. Joh. Praͤ-torius, Profeſſors der Mathematik daſelbſt, Tochter. Bey ſei-nem inzwiſchen immer fortgeſetzten Leſe-Fleis bewarb er ſich1615 um die Freyheit, privatim zu lehren, die er auch mit einerunter Erasm. Ungebaurn ruͤhmlich verfochtenen offentlichen Diſp.de iure dotium erhalten. Hier gieng ein neuer Lauf ſeinerArbeiten an. Er diſputirte nemlich nicht nur Hier. TreutlersDiſputationen zum oͤfftern mit ſeinen Zuhoͤrern durch, ſondernſchrieb auch ſelbſt 18 academiſche Abhandlungen uͤber die Inſti—tutiones Iuris, die er ſowol zu ſonderbarem Nutzen der Studie-renden vertheidiget, als auch zu verſchiedenenmalen neu aufgele-get und verbeſſert in den Druck kommen lies. 1631 kriegte erendlich, und zwar obne ſein bittliches Anſuchen, die erledigtevierte Profeſſion der Rechte, und zwar juris feudalis extraordi-nariam, worauf er ſogleich den 1s6ten Merz die laͤngſt verdienteDoctor⸗Wuͤrde annahm. 1634 wurde er ordentlicher Lehrer derInſtitutionen und Conſulent der Stadt Nuͤrnberg, 1635 Profeſ-ſor der Pandecten und 1646 des Codicis, und vorderſter Anteceſ-ſor. 150 ſtarb ihm ſeine erſte Ehegattin und er vermaͤhlte ſich1641 zum zweytenmale mit Igfr. Katharina, Hrn. Joh. Uhlens,des gröſſern Raths in Nurnberg, Tochter; und nachdem auchdieſe 164 Todes verfuhr, lies er ſich 1647 zum drüttenmale inein Ehe-Geluͤbde ein mit Fr. Anna Maria, aus dem uraltenvornehmen Geſchlechte der Sitzinger, Hrn. M. Ge. Goͤringers,Stadtſchreibers zu Altdorf, Witwe. In beyden erſten Ehen

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