Meier. Meiſterlein. 60
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Memoria ſecul. exhibitae Aug. Vindel. An. 15 30. d. 7. Cal. JulConfeſſionis Proteſtantium grata mente concelehrata. Norimb.1730. fol. 2 Boͤg.
Meier oder Maver,(Georg Andreas) ein Doctor Juris,wurde 1636 in das Collegium der Herren Advocaten zu Nuͤrnbergrecipiret, zog aber 1638 vollig von dieſem Orte weg.
Meiſterlein(Siegmund) ein Nuͤrnbergiſcher Pfarrer zuGruͤndlach, lebte vor der Reformation um 1480. Daß er vor-ber, ehe er nach Gruͤndlach kam, Pfarrer bey St. Sebald inNuͤrnberg geweſen iſt, wie von Hrn. vonkudewig und mehrern ange-merket wird, haben wir bis dato nicht finden koͤnnen. Etwanniſt er nur Vicarier oder Kaplan bey St. Sebald geweſen, undvon dieſer Qualitat zur Pfarre nach Gruͤndlach befoͤrdert wor-den. Er meldet ſelbſten, daß er von dem Nuͤrnbergiſchen Ma-giſtrate, vornemlich Hrn. Rupr. Hallern und Nic. Kreſſen, Lo-ungern, ſeye beſtellet worden/ die Geſchichte der Stadt Nurn-erg zu ſchreiben; da er denn aus den vornehmſten Staͤdtenund Kloͤſtern Frankens, der Glatz und Bayern, und deren Co-dicibus und Chronicis ſeine Geſchichte zuſammen getragen, undſodann zum andernmale uberſehen, und an vielen Orten geanderthabe. Dieſe Meiſterleiniſche Chronik blieb lange im MScte,bis ſie erſt 1727 der Haͤlliſche Kanzler von Ludewig in ſeine Re-liquias Moctorum, tomo VIII, hat eindrucken laſſen, nachdem erzuerſt in der Vorrede ſehr frey und veraͤchtlich von dieſem Mei-Wach geſprochen, worinnen ihn der Joh. ab Indagine in ſeiner
eſchreivung Nuͤrnbergs nachzuahmen, ja ihn zu uͤbertreffen,ſich bemuͤbet hat. Es wiſſen alle kluge Nürnberger ohne Lude-wigs und Falkenſteins Erinnerungen, wie weit ſie dem Meiſter-lein, deſonders in den Erzaͤhlunzen von dem fabelhafften Ur-ſprunge der Stadt Nuͤrnderg, zu trauen haben, oder nicht. Erhat viel Gutes und viel Wahrheit; und ſo parthepiſch, als er,beſonders in der Burgraͤflichen Geſchichte, ſeyn ſoll, werden ru—dewig und Falkenſtein von vielen wackern Leuten auch argeſebenwerden. Ja wir wundern uns billig, daß Cremoe des 1Meiſter-Ohhh 3 lein