Band 
Vierter Theil von T - Z.
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Volprecht. 139

nen an vieles mit andern Arbeiten verbundene Predigen hat er oͤffters

beſeufzet„ als die einzige Urſache/ welche ſeinen Koͤrper und dasNachdenken dermaſſen geſchwaͤchet, daß ihn zuletzt vor iedem nahen Auftritt eine groſſe Angſt befallen. Er hinterlies eine betruͤbteWittwe und 2 Kinder: 1) Igfr. Mar. Magdalena. 2) Hn.Eph. Friedrich, der zu Altdorf und Leipzig Theologie ſtudierteund ſich noch dermalen bey dem Ende ſeiner akademiſchen Jahrezu Altdorf befindet.

Man ſehe: Hirſch. min. iub. und Hirſch. dipt.

Volprecht(Wolfgang) ein in der Reformations⸗Ge-ſchichte beruͤhmter und rechtſchaffener Bekenner des Evangelii,war in dem Papſtthume gebohren, gelehret und befoͤrdert.Nemlich 1521 wurde er Prior des Auguftiner⸗Kloſter zu Nuͤrn-berg, wo er gar bald die reine Glaubens⸗Wahrheit erkannt undangenommen hat. Denn ſchon 1523 hat er ſeinen bekehrten Bruͤ-dern und einigen Buͤrgern das Abendmahl des Herrn unter bev-derleyz Geſtalt ausgetheilet, und 1524 iſt in ſeinem Kloſter dieſesSacrament auf gleiche Weiſe nach Chriſti Einſetzung einer groſ-ſen Menge Volkes von 3000 Perſonen gereichet worden. Er hatam erſten die Met„ Obrenbeicht, latemiſche Geſänge und an-dere roͤmiſche Misbrauͤche abgeſtellet, worinnen ihm die Proͤbſtezu St. Sebald und Lorenzen gefolget ſind. 1524 iſt er deswegennebſt den 2 Nuͤrnbergiſchen Proͤbſten nach Bamberg citirt undvon dem Biſchoff wegen des Glaubens befraget worden, dem er.chriſtevangeliſch geantwortet hat. Gleich darauf iſt von ihm undſeinen erwahnten Amts, und Glaubensbrüdern wider den un-biligen Sentenz des Biſchoffes appelliret und ſich auf ein freyes,ſichers und christliches Concilium beruffen worden. 1525 hat er,dem feyerlichen und bekannten Religionsgeſpraͤche zu Nuͤrnberg.auf Seiten der Epangeliſchen beygewohnet und um eben dieſe Zeit-nebſt allen ſeinen Moͤnchen, die die Kutte ausgezogen, ſein Kloſtermit allem Angehoͤrigen dem Magiſtrate vollig übergeben. Er leb-te hierauf nicht gar lang mehr ſonde ſtarb 1528. Doch ſer.

Vierter Theil.