Schadeloock. 47
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Hohdeleock(Auguſtin Martin) ein lebender gelehrterPrieſter, iſt den 5 Apr. 170) zu Ruͤtzenhagen in Hinter-Pommern an der Oſtſee auf die Welt gebohren worden. SeinHr. Vatter, Chriſtoph, war Pfarrer daſelbſt, und die Fr.Mutter hies Anna Dorsth. Richterin, deren Vorfahren uͤber90 Jahre hintereinander Pfarrer zu beſagten Ruͤtzenhagen gewe-ſen ſind. G 6 Jahre ſ. A. wurde er nach Ruͤgenwalde in dielateiniſche Schule geſchicket und 1723 fuͤhrte ihn GOtt nach Dan-zig. Hier beſuchte er 2 Jahre das klaſſiſche und 4 Jahre das aka-demiſche Gymnaſium mit vielem Nutzen und hat unter der An-fuͤhrung der beruͤhmten Profeſſoren, Sartorius, Hoheiſſel,Hanov/ Kulmus, Dr. Willenberg, Dr. Abicht und Dr. Weikb-mann, den Stilum, die morgenlaͤndiſchen Sprachen, dieGeſchichte, Philoſophie und Theologie begriffen, auch unterKulmus de animalibus in genere diſputiret. 1729 verlies erDanzig und reiſte uͤber Stargard, Berlin und Potsdam nachLeipzig. Der iuͤngere Hr. Dr. Weis, deſſen philoſophiſch-bib-liſche Vorleſungen er hoͤrte, nahm ihn in die SocietatemO. νοοονννfτ, auf; ſeine ubrigen Lehrer aber waren Joͤcher,Gottſched, M. Korthold, Teller, Carpzov, Boͤrner undKlauſing. Im Jahre 1731 gab ihm ſein Vetter, Hr. Gottfr.Schadeloock, ein anſehnlicher und beguͤterter Kaufmann zuNuͤrnderg, zu verſtehen, daß er ihn gerne als einen ſeinernaͤchſten Blutsfreunde in der Nate wiſſen moͤchte. DieſemVerlangen zu Folge zog er nach Altdorf, und hielte mit groſſemNutzen bey Hn. Dr. Bernbold, Baier und Feuerlein Collegiaund wußte ſich den bey dem beruͤhmten Dr. Rinken geſtatteten Zu-tritt mit vielem Vortheile zuzueignen. Er wandte ſich aber 90da