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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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Und der Wollende ist ausgesetztdem eignen Anblick, worin mit sei-nem Bilde das Selbsturtheil zugleicherzeugt wird.

Das Urtheil ist kein Wille, und kann

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nicht gebieten. Tadelnd aber mag es fortund fort vernommen werden, bis viel-leicht , den Willen ihm gemäfs zu ändern,ein neu erzeugter Wille sich entschliefst.Dieser Entschlufs ist Gebot, und der verän-derte Wille erscheint als gehorchend. Bey-des zusammen als Selbstgesetzgebung. Dar-nach richten sich Pflichten, Tugenden, Gü-ter; samnit den Begriffen von einem hohemWillen, der, wenn er nur zum Musterbild®taugt, nicht nölhig hat, die Rolle einerGrundkraft in den menschlichen GfUlüthernzu übernehmen, um sie nach sieh zu be-stimmen. Acht religiöse Fragen aber hier,in den Vorhöfen der practischen Philoso-phie, zu erhehen, wäre ein allzudreistes-terkngen.