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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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seyn. Aber auch, was diesen Unterschiedverwischte, ergiebt sich aus dem Vorigen.Das Vorgestellte ist verschmolzen mit seinerAnnehmlichkeit und Widrigkeit in das Eineund untheilbare Gefühl der Lust oder desSchmerzes. Gestattet nun ein veränderter Ge-jnüthszustand kein vollkommnes Inne-werdender Annehmlichkeit oder Widrigkeit: soschwindet auch das dazu gehörige, damitverschmolzene, Vorgestellte, hinweg. Daherdie Meinung, dafs Manches nur für eineZeitlang angenehm sey, durch längere Dauerund bey veränderten Umständen hingegenunangenehm werde. Das Angenehme undUnangenehme fixiren, hiefse, eine wandel-bare Gemiithslage festhalten. Es dergierde entgegensetzen,- so, wie ihrdas Schöne und Gute kann entgegen^ 8werden, hiefse, demjenigen, wustt ur füreine bestimmte Gemiithslage und »lirch die»selbe vorhanden ist, eine Exh^ 112 beyle-gen für eine andre, vielleicht widerstreitende,durch die es aufgehoben ist.