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hingegen der ästhetischen Beurtheilung un-terworfen sey. — Die einfachsten Beyspielesind hier die besten. Was ist z. B. in derMusik eine Quinte, eine Terze, ein jedesbeliebiges Intervall von bestimmter musica-lischer Geltung? Es ist bekannt, dafs kei-nem der einzelnen Töne, deren Verhält-nifs das Intervall bildet, fiir sich allein nurdas mindeste von dem Character zukommt,welcher gewonnen wird, indem sie zusam-men klingen.
Also der Geschmack ist nicht ein Ver-mögen, Beyfull und Misfallen — im eigent-lichen Sinne zu geben: sondern diejenigenUriheile, die, zu ihrer gemeinschaftlichenAuszeichnung vor andern Äufserungen desGemiiths, unter dem Ausdruck: Geschmack,pflegen begriffen zu werden, — sind Ef-fecte des vollendeten Vorstellens von Ver-hältnissen, die durch eine Mehrheit von Ele-menten gebildet werden. Dafs die wahrenElemente nicht gänzlich ungleichartig seyn