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sich keine Gewifsheit mittlieilen läfst. Nichtviel besser würde aus der gemachten Vor-aussetzung zu begreifen seyn , woher derGedanke an eine Sittenlehre entstanden sey,die mit ihren Vorschriften das Leben ganzund gar bedecken, und nichts Gleichgültigesübrig lassen, — ja wohl gar den Menschenin immer gleicher Spannung der sittlichenAufmerksamkeit erhalten solle: da die Ge-schmacks -Urtheile, nach dem obigen, nurVerhältnisse betreffen, deren Elemente,einzeln genommen, gänzlich gleichgültig sind;woraus folgt, dafs jedes einzelne Begehrenund Wollen an sich gleichgültig ist, unddafs es erst in ein Verhältnifs mit einemandern sich zusammen linden mufs, um sitt-liche Bedeutung zu bekommen.
Angenommen nun die gegentheilige Vor-aussetzung, den Geschmacksurtheilen sey einAusdruck, welcher logische Allgemeinheit be-zeichne, nicht angemessen: so scheint vol-lends alle practische Philosophie verschwin-den zu müssen. Denn was ist Philosophie ’