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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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che der Vorbildung entsprechen oder auchnicht.

Die Beurlheilung und das Wollen sindnicht zwey getrennte, nicht zwey verschie-dene Personen, deren eine die Vorschriftgiebt , die andre sie empfängt. VielmehrEin und dasselbe Vernunftwesen ist das,welches will, und welches auch urLheilt;urtheilt, und will.

Fassen wir es auf, dies Vernunfhvesen!Erhebt sich in ihm ein Begehren, Beschlie-fsen : sogleich steht vor ihm das Bild sei-nes Begehrens und Beschliefsens ; es er-blicken , und beurtheilen, ist Eins ; das Ur-theil schwebt über dem Willen; indem dasUrtheil beharrt, schreitet der Wille zur That.Entweder nun die Person hat wollend be-hauptet, was sie urtlieilend verschmäht. Odersie hat wollend unterlassen, was sie urthei-lend vorschrieb. Oder Wille und Urtheilhaben eimnüthig bejaht, einmüthig verneint.In allen Fällen sehn wir die Elemente desVerhältnisses von einander durchdrungen, in-