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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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Aclivitäf; zwischen der mattem und der kräf-tigem Regung.

Die Beurtheilung, wohin diese Auffassungführt, ist den Menschen nur gar zu geläufig.Sie werden geblendet von der Stärke, undihr Auge wird stumpf gegen das Unrecht, dieUnbilligkeit , und das Übelwollejn. DasSchwächere, was es sey, genau zu bemer-ken, ist ihnen nicht der Mühe werth; es un-terliegt, wie in der That, 'so in ihrer Mei-nung, weil es das Schwächere ist.

Keine Frage: im blofsen Gröfsenverhält-nifs gefällt das Stärkere neben dem Schwa-chem , misfällt das Schwächere neben demStärkern; eins oder das andre, je nachdemman von diesem oder von jenem Gliede aus-geht in der Vergleichung.

Würde das Schwächere gleich dem Stär-kern : so nähme das Misfullen an ihm ab,verschwände beym Eintritt der völligenGleichheit, und das ganze Urtheil hörte auf.Ginge aber das Stärkere über zur Gleichheit