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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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sehen wären. Vielmehr, in den einen Be-griff dieser That gehn beyde Willen zusam-men, um ihn, als seine Merkmale, zu be-stimmen ! That überhaupt bezieht sich zu-gleich auf das Thätige und auf das Gethane;und ist, was sie ist, durch beyde. Thätigist, in unserm Falle, derjenige Wille, dessenAbsicht auf das Leiden des andern sich rich-tet. Und das Gethane ist hier das Wohloder Wehe, welches der leidende W r ille ebendadurch erst als ein wirkliches Wohl OtterWehe bestimmt, dafs er es wirklich so oleranders aufnimmt. Die That ist Wohltnat,wenn sie ein Wohl zugleich beabsichtigtund hervorbringt 5 Übelthat, wenn sie einWehe zugleich zur Absicht und zur Folgehat. Sie ist keins von beyden , und unsreVoraussetzung ist gar nicht vorhanden, sooft und so fern derErfolg von der Absichtabweicht. Da ist die Absicht nur in derGesinnung vorhanden, und mag als solchebeurtlieilt werden; der Erfolg liegt blofs inder Empfindung des Leidenden, und magunsre Theilnahme erwecken; aber die ge-