Wenn jemand aufs Suchen ausginge, sich ihmdie Vergeltung darböte, welche dem absicht-lichen Wohlthun oder Wehethun gebührt.Denn dafs die unvergoltene That misfällt,wird niemand anstehn zu bejahen, der sichan die Begriffe von Lohn und Strafe be-sinnt, und, ohne sich za verwickeln in denFragen über die wirkliche Vollziehung vonbeydem, blofs das erwägt, wie der Lohnals verdienter Lohn passe auf das Be-lohnte, wie die Strafe als verdiente Strafeangemessen sey dem Bestraften.
Wollte man nun, verführt durch das all-zuschnell hervorspringende Geschmacksurtheil,wirklich die Vergeltung für das zweyte Glieddes Verhältnisses annehmen; und von einerHarmonie zwischen ihr und der durch sieVergoltenen That reden: so möchte schon die.Vei’gleichüng mit jener Harmonie des Wohl-wollens, und der innern Frey heit, dem ge-;genwärtigen eingebildeten Verhältnifs nichtsehr zu Statten kommen; der fühlbare Un-terschied würde hinreichen, einen Verdacht