ihrem Besten zu Iiintergehn. Verknüpfte sichdamit die Sorgfalt, sie aufzuklären in demMaafse wie sie aus der Rohheit herausgehn,so würde der Fehler, der hier begangen wer-den könnle, wenigstens in Vergleichung mitjenen Verbrechen gegen den Freund und ge-gen die Obrigkeit, minder grofs zu nennenseyn. — Was vielleicht am meisten dieAufmerksamkeit auf die, bey diesem Gegen-stände eintretenden Abstufungen hinzieht, istdie Nothwendigkeit, Geheimnisse zu bewah-ren gegen indiscrete Frager. Eine Nothwen-digkeit, die zwar da noch gar nicht drin-gend wird, wo ein Verweis wegen der In-discretion nicht das Geheimnifs selbst inGefahr bringt. Man weifs, dafs zu Verwei-sen dieser Art wie immer eingekleidet, —alle ächte Wahrheitsfreunde bey gegebenerGelegenheit gar sehr bereit sind; und mitRecht! Aber in Fällen, wo auch nur dieExistenz eines Geheimnisses ahnden zu las-sen, schon ein Verrath gelobter Verschwie-genheit seyn würde: da wird es wichtig, zubemerken, dafs in der unbesonnenen sowohl
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Buch
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Seite
157
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