Buch 
Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
Entstehung
Seite
271
JPEG-Download
 

271

Stärke besitzen; hinweg also mit jeder Ein-seitigkeit, welche mphr die Anerkennung desRechtlichen, oder mehr die Achtung für in-nere Freyheit, oder mehr den Beyfall fürdie Güte, eines mit Zurücksetzung des an-dern hervortreten läfst; hinweg vollendsmit der Leerheit, die sich hlofs an derForm des Starken und Vielen ergötzt! Ebenso mu£s, in dem Willen, der ganzen Füllevon ursprünglicher Regung und Strebung dienatürliche Güte das Gleichgewicht halten,das reine Wohlwollen, welches nicht zuerst dieIdee, sondern geradezu die fremden Willenumfafst. Treffen' aber die ursprünglichenStrebungen unordentlich wider einander, sodafs die Gesannntwirkung verliert; oder,treffen sie, und trifft selbst das Wohlwollen,sich im Streit mit andern Willen : alsdannbedarf es einer verneinenden Kraft; ei-ner Kraft, welche, indem sie den Ideen desRechts, oder auch der Billigkeit, sich wid-met, zugleich die Haltung der innern Frey-beit darstellen wird; während sie die Quan-tität. der gesummten Strebung, durch ihre