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Allgemeine practische Philosophie / von Johann Friedrich Herbart
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statt der geistigen Durchdringung, die sienicht kennt, hält sie sich an die andernArten des Zusammenseyns, so viele es derengiebt. Doch auch in' schlechterer Gestaltbehält sie immer das Characteristische, dafssie an einer Person hängt, nicht an Genie-fsungen , die ihr vielmehr widrig seyn wür-den , wenn Trennung der Personen darinläge. Ihrer Natur nach sucht alle Liebe sichihren Gegenstand zuzueignen, durch aus-schliefsende Rechte; es giebt Fälle, wosie einen Hang zur Tyranney zeigt, unddamit wider höhere Bestimmungen anstöfst;diesem mufs man wehren: in denjenigenVerhältnissen aber, wo sie mit ganzer Ge-walt dauernd wirken soll, dürfen die aus-schliefsenden Rechte ihr nicht geweigertwerden.

Die Liebe bereitet sich eine viellörmigeHerrschaft in den Familienverhältnis-sen. Diese haben sämmtlich das Eigne, invervielfäliigten Darstellungen die nämlichePersönlichkeit zu zeigen. Wer zur Familie