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fänf Tagen die königlichen Insignien als Jnterrex zu-schreibt; vielleicht, denn ausgemacht ist es nicht, herrschteso lange jeder republikanische Jnterrex, der aber durchWahl der Patricier nicht nach Reihenfolge seine Würdeempfing. Fremdartiger und eigenthümlicher ist was Li-vius meldet; jede Decurie sey während fünf Lagen Stell-vertrctcrin des Königs gewesen: und Plutarch erläutertdies; jeder Senator derselben einen halben Tag lang mitden königlichen Insignien geehrt. So ging die höchsteGewalt und Ehre wiederhohlt im Kreis umher unterallen Senatoren; und Rom zahlte ein ganzes Jahr In-terregnum.
Inzwischen ward bey dem harter gedrückten Volkdie Sehnsucht nach einem königlichen Oberhaupt immerlauter: und die Senatoren entschlossen sich zu thun,wodurch ihre Nachfolger bis in spate Zeiten Würdeund den wesentlichsten Theil der Macht bewahrten, An-spräche aufzugeben welche alles in Gefahr bringen konn-ten. Die Herstellung der Königswürde ward beschlos-sen, aber die ursprünglichen Römer und die Sabinermachten beyde Anspräche der Nation einen König ausihrem Volk zu geben. Man vereinigte sich daß die Rö-mer einen König aus den Sabinern erwählen sollten:und alle Stimmen vereinigten sich für den weisen undfrommen Numa Pompilius . Die Angabe seines Wohn-orts Cures zeigt daß die alte Sage keinen Unterschiedzwischen den übrigen Sabinern und einer Colonie desLatius machte, sondern die ganze Nation sär vereinigtmit Nvm unter einem Könige gehalten hat.