Band 
Erster Band. A - G.
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dessen Fortsetzung mehr, als achtlausend Verse enthält. Und zugleichscheint dadurch die, bis auf so spateZeiten, und bey fast allen neuenVöl.kern, beliebte Einkleidung von Alle-gorien in die Form von Träumen,Mode geworden zu seyn. An einemschönen Frühlingsmorgen schlaft derDichter, in seinem zwanzigsten Jahre,ein, und sieht nun die Gefahren undSchwierigkeiten, welche ein Liebha-ber zu überstehen hat, ehe er zumBesitze seines Gegenstandes gelangt,unter den Bildern von ungeheuernSeen, steilen hohen Mauern, Thür-men von Diamant, bezaubertenSchlossern, ». d. m- beredn Bewoh-ner bald günstige, bald ungünstige,Gottheiten, als Liebe, Mitleid,Frömmigkeit u. d. so wie Verlaum-dung, Eifersucht ». a. m. sind, biser endlich die gesuchte Rose in einemköstlichen Garten stndet, in welchemAugenblicke er denn aufwacht. Dererste Theil zeigt viel dichterisches Ge-nie; die allegorischen Wesen find,großtentheils, sehr glücklich characte-risirt, und sehr umständlich ausge-mahlt; noch waren sie nie so voll-kommen dargestellt worden; und dieFortsetzung desselben ist reich an Sa-tire , besonders über die Geistlichkeitund das weibliche Geschlecht. Ueberdas Aufsehen, welches das Gedichtvon der letztern Seite be.rächtet,machte, ist, bey dem Art. Satire,einige Nachricht zu finden; hier be-gnüge ich mich mit der allgemeinenBemerkung, daß, eben so wie esvon dem Geiste des Allegoxisirenszeugt, es diesen unfehlbar nährte.Man legre ihm wieder einen andern,geheimen!, Sinn unter. Die ge-suchte Rose sollte bald die Gnade, balddie Weisheit, bald die JungfrauMaria, bald die ewige Seligkeit,bald so gar der Stein der Weisen,seyn. Aber, meines Bedünkens vor-züglich merkwürdig, in Ansehung derGeschichte, des Geschmackes über-

Haupt, ist es, daß Petrarch dasselbefür ein kaltes, kunstloses, ungereim-tes Produkt erklärte, und als einenBeweis, wie weit die Franzosen hin-ter den Italienern zurücke waren, an-führte (S. s. Carmina, Lib. I. Ep.30.) Die erste Ansg. desselben, ohneOrt und Jahrszahl, ist, Paris, foi.mit dem Titel, Le Roman dela Rose,où tout l’art d’amour est enclose,gedruckt; Cl. Marot hatte den Ein-fall, es, in Rücksicht auf Spracheverändert, Par. 1527. f. herauszu-geben; und in dieser Verstümmelungist es öfterer, als Par. 1529. 8 -1536. f. 1538. 8- erschienen; auchließ Jean Molinet es, in Prosa auf«gelößt, Lyon 1503 und 1521. foLdrucken; die beste, unverfälschte, vonLenglct du Fresnoy besorgte, Aus.gäbe, ist die von Amsterdam 1734.8- 3 B. und als eine besondre Erlau«terungsschrift dazu ist das Supple-ment au glossaire du Roman de I»Rose, avec des notes crit. eth ; stor.une dissertât, fur les auteurs de ceRoman, et des variantes, Dljoa1737. i2. zu betrachten. — Unterden folgenden allegorisirenden Dich-tern scheinen die merkwürdigsten zuseyn: Jean Se la Fontaine (Lafon-taine des amoureux de science,aus dem lgten Jahrh, gedruckt, Lyon1:547. ©.• Ôìoujeté BibL franc. T. tX.S- 67.) — Gaston SeLoip (11391.Der 2lê Th. s. Phebus des deduiz d»la chasse . . . Par. f. a. 4. ist gänz-lich allegorisch. S. Goujet, a. a. O-tp. 11;.) — J. Froi'si'ark (1400.Unter s. Gedichten ist das Paradisd’amour in Form eines Traumes ab-gefaßt.) — Ungzn. (La Foncain»periileuse, gebr. Par. 1572. S. Gou-jet, a. a. O. S. i8>) Piere»Michault (1466. La danse de»aveugles , Lyon 1553. 8 ) — Lvc.Villon (1500. In s. Ged. findet sichein Dial. entre Meffieurs de Male-paye et Bailievent.) — Maxtii»Franc (Schrieb iiu i zten Jahrh, zurD 2 Bcr-