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Erster Band. A - G.
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jiíse Lustbarkeit gewesen. Und dader Gedanke an eigentlich dramati-sche Arbeiten, nicht wohl ehe Stattfinden kann, als bis sich eine Ge-sellschaft zu der Vorstellung derselbenvereint findet: so steht es um destominder zu verwundern, daß derglei-chen Werke, bey allen Völkern, zu-erst durch religiöse Feste veranlaßtworden sind, und folglich auch in,mehr oder weniger, Beziehung mitder Religion selbst gestanden haben.Ohne Schauspieler laßt sich keinSchauspiel gedenken; und wenn dieMenschen gleich bey jenen Festen,nicht zu solchen Zwecken zusammenkommen: so kommen sie doch zu Ei-nem Zwecke zusammen, so haben siedoch einen gemeinschaftlichen Mit-telpunct; und die Freyheit von allereigentlichen Arbeit und von allen Ge-schäften dabey, mußte eine solcheLustbarkeit um desto ehe herbey füh-ren. Freylich aber schreibt das Lust-spiel der neuern, gebildeten, Völker(als welche hier vorzüglich nur inBetracht kommen) sich, in seiner bes-fern Gestalt, eigentlich von einemeinzeln Volke her. Obgleich, näm-lich, jedes derselben, ursprünglich,seine, ihm eigenthümlichen Festlich-keiten gehabt, und jene Keime sichauch, nach Maßgabe der Art undder Grade seiner Geistesbildung, sehrverschiedentlich gezeigt, und sehrmannichfaltig entwickelt, so wie,burch seine besondre Verfassung,durch seinen Zustand der Sitten, u.b-D.m. gleichsam ihre besondre Farbeerhalten haben: so ist doch die grie-chische Komödie sichtlich das Musterihres Lustspieles gewesen, und hat>hm diese seine bessere Gestalt gege-ben. Schon durch die gewöhnlicheBenennung desselben (Romödie) wirddieses erwiesen. Mag das Wortvon Schmausen, Singen, Tanzen,oder von Dorfschaft gebildet seyn;ts zeigt immer seinen Ursprung beydiesem Volke an; und mehrere Be-

weise hiefür werden sich in derj Folgefinden. Nicht, daß es, bey denGriechen, sogleich in seiner Vollkom-menheit erschienen wäre. Jener ersteKeim desselben glich hier, so wie beyandern Völkern, demjenigen, wases nachher geworden ist, sehr wenig.Und wenn, wie gedacht, und derNatur der Sache gemäß, erst Men-schen vereint seyn müssen, ehe solcheirgend eine Handlung vorstellen kön-nen: so ist es ganz begreiflich, daßehe Schauspieler, d. f). Menschen,welche in irgend einer Art von Ver-kleidung auftreten, und den Andernirgend etwas besonders zu sehen undzu hören geben, da gewesen sind, alseigentliche dramatische Kunstwerke;und, wahrscheinlicher Weise, würdees nie kölnische und tragische Dichtergegeben haben, wenn es nicht vor.her Mummereycn und Posscnreiße-reyen mancherley Art gegeben hatten,Diesem gemäß war die Romöoie SevGriechen die allmähliche Frucht ro-her, aus dem Stegreif gemachter,Spottlieder, welche von gemeinenLandleutcn, in Thierhäute gehüllt,und das Antlitz mit Weinheftn be-schmiert, bey den Festen des Bacchusgesungen, oder vielleicht lustigerSchwanke, und Erzählnngen vonlächerlichen Vorfällen, welche zwi-schen die, von andern gesungenen,Lieder eingemischt wurden, (S. Ari-siot. Poet. c. 3 und 4. Horaz an diePisonen, V- 27z. Athenaus Osipnos.Lîb. II. S.40. Lugd.B. ï 657. f. unddie Commcnkatoren der ersten.) unddie mit der spatem eigentlichen Ko-mödie nichts gemein hatten, als daßdie Sänger, unter angenommenen,oder andern, fremden Gestalten,über die Thorheiten und GebrechenAndrer, Lachen erwecken wollten.Daß diejenigen, welche auf diese Artihre Fröhlichkeit ausließen, dabey,mehr oder weniger, maskirt auf-traten, das heißt, sich in lächerlicheWesen, in Satyren, verkleideten,Q? läßt