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Die Romädi'e der' christlichenVölker überhaupt war, ursprüng-lich, ein eben solches Ungeheuer, oderein eben solches Poffenspiel, als dieKomödie der Alten; und» wenn fiegleich nicht aus der Religion dersel-ben unmittelbar, und eigentlich ent»sprang, doch eben so damit, anfäng-lich, verbunden, wie bey den heid-nischen. Zwar erhielt fich in Grie-chenland und in Asien, unter denChristen, noch eine ziemliche Zeit,in so fern der alte Geschmack, alssie, wenigstens nach den MusternderAlten, ihre Belustigungen dieser Arteinzurichten suchten. Apollinaris,Bischof von Laodicaa, schrieb, imvierten Jahrhundert, zum Gebrauchin Schulen, christliche Nachahmun-gen der besten griechischen Claffiker,wozu er den Stoff aus den Begeben,heiten des alten Testamentes nahm,und, unter andern, wie es heißt,Trauerspiele in der Manier des Eu-ripides, und Lustspiele in der Ma-nier des Menander (8020m. Hist.eccl. Lib. V. c. ig). Gregorius vonNazianz machte aus dem Leiden desStifters der christlichen Religion,ein Trauerspiel nach griechischemSfti&pfiabtOiptiOiirxaxtev), das nochübrig, und, nach dein Prolog zu ur.theilen, so gar aufgeführt wordenist (Oper. Bd. 3 . S. 2;; u. f. Col.1690. f.). Und, in der Folge, hattedie Komödie der Alten, Einfluß aufdie Ausbildung der Komödie beyallen neuern Völkern. Auch wardas, was diese ursprünglich und zu-erst Komödie nannten, keineswegesvon der vorher angeführten Beschaf-ftnhcit. Es ist nämlich bekannt,daß Dante, so wie Boccaz, einigenihrer erzählenden Werke die Benen-nung von Komödien, wahrscheinli-chcr Weise wegen der Schreibart, inwelcher sie abgefaßt sind, gegebenhaben; und wir werden in derFolge,ähnliche Werke bey den Spaniernfinden. Aber das, was als die ei.
gettiliche erste Komödie bey jenen üVölkern angesehen werden muß, be> : f,stand aus allerhand 'Narreutheidi- (gungen, welche sich, eben so, wie ! 0
ehemahls aus den heidnischen Reli. &gionen, aus den christlichen Reli, [ j,gionsgebräuchen entwickelten, oderdadurch veranlaßt wurden. Schon 1 ßzu den Zeiten des H. Augustin stell- „ten die Christen allerhand Aufzüge tzbey den Gräbern der Märtyrer an r ,(August. Serm. ZU. in Natal. div. {SCypriani) und, wenn wir auch diese anicht, als den ersten Keim theatra. Zlischer Lustbarkeiten wollen gelten las. Bsens so sind denn doch diejenigen, j (welche, »ungefähr ums I. 900, j» stConstantinopel entstanden zu seyn p
scheinen, (S. Oeär. Lomp. Histor. 4Bas. 1566. f. S. 537) und sich viele §Jahrhunderte in der christlichenKir< »che erhalten haben, in so fern hieherzu rechnen, als die, darin auftreten. st
den Personen, etwas anders, als «
sie waren, darin darstellten, auf (3
mancherley Weise vermummt darin st
auftraten, und Lachen erwecken woll. tz
ten. Dieses waren die so genannten > ^
Narren - und Esclsfeste, wovon ' stmehrere Nachrichten geben: <0. icc. ■ eiMenestrier (Im loten Kap. s Re- zz
presentat. en Musique ane. et tnod. d
welches von der Mete folie de Di- g
jon et d’autres lieux, plaisanteries fc
cle Larnaval handelt.)— Du Tilliok 3
(Mémoires pour servir à FHistoire -
de la Fête des Foux . . . Laufet g
Gen. 1741.4. 175 «. 8-) “* Mac- j
ton (In s. History of eng!. Poetry, st
B. 1. S. 247.) — Sr. Arteaga (A tl
s. Gesch. der Oper Kap. 3. B- «• i|
1Z7 u. f. d. U.) — <T. F. Flöge! 0 " jis. Geschichte des Groteskekomischen, tLiegn. 1788- 8- S. xz<) u. f.) — SMit diesen zugleich oder doch kurz si
darauf entstand eine andre Art von r
dramatischer Lustbarkeit, die, so s rsl * ;
gisch sie, zum Theil, auch seyn sollte, 1
sich doch nur als Komödie ansehen c
läßt, nämlich die so genannt z