Band 
Erster Band. A - G.
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281
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oder Catistona, so wie, fu Scan-diano, in J. >;oo der Timone desMat. Ma r. Bojardo ('s iqyq), undmehrere eben s» früh geschriebene,ähnliche Stücke, werden von Qua-drio (a. a. O- S. 62) angeführt. Zudiesen, in den frühesten Zeiten ge-schriebenen Stücken sind aber die, inC. F. Flügels Geschichte des Grotes-kekomifthen S.70, für höchst alt undfür höchst selten ausgegebenen Far-cen keineSweges zu zählen; sie sindbeydes nicht; und de Büre, welcherH. Flögcl zu dieser Behauptung ver-leitet hat, scheint mit der italieni.schen Litteratur nicht sonderlich be-kannt gewesen zu seyn. Die gedach-ten Stücke sind das Werk des Eiov.Eivrg. Arione, welcher erst gegendie Mitte des sechzehnten Jahrhun-dcrces lebte, und die Sammlungselbst ist wenigstens viermahl, undauch mit einem Titel, worauf derVers genannt ist, (Opera rnoito pia.

, ce?ole del No. M. Gio. GiorgioneArione) gedruckt. Die Jahrsjahlder erstern weiß ich nicht zu besttm-! wen, weil ich sie nie gesehen; ausder zweyten, Ven. r;6o. 8- erhellt1 aber, daß sie erst kurz vorher undzwar mit eben dem Titel, zu Asti,dem Geburtsorte des Verfassers, er-■ schienen seyn kann. Dieser geriethdarüber ms Gefängniß, erhielt aber; seine Freyheit wieder, unter der Be-! dingung, seine Schriften von allen! Ungezogenheiten zu reinigen, und sowurden sie, Asti ,601.8. und Ven.*624 g. von neuem gedruckt. Siesind übrigens in dem Dialecte vonAsti abgefaßt; und auch in den letz-lern Ausgaben nur vorzüglich vonden Anfallen auf die Geistlichkeit ge-reinigt. So viel bleibt, indessen,immer gewiß, daß die, in Prosa,und wahrscheinlicher Weise mit Aus-gang des fünfzehnten Jahrhunder-tes geschriebene, und im I. 1521zu Sienna gedruckte Calandra desCard. Bibiena nicht die älteste Ko-

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mödie der Italiener ist. Sie ist esso gar nicht einmahl in Rücksicht aufdie größere Regelmäßigkeit» denn dieCassaria des Arivst ist früher geschrie-ben. Wenn und wo aber zuerst ko-mische Stücke aufgeführt wordensind, ist, meines Wissens, nirgendsgenau bestimmt. Eine der merkwür-digsten, wenn gleich vielleicht nichtder ersten Vorstellungen scheint die,von den übersetzten Menechmen desPlautus, zu Ferrara, im I. 1486gewesen zu seyn. (S- unter andernC. F. Jagemanns Gesch. der fr. Kün-ste und Wissensch. in Italien, B- z.Th. z. S- 587 u. f.) Und dem Fon«tanini zu Folge (Bibl. della Eloq.Ital. B.G. 884) wurde im 1.1494sdie Amiciria des Jac. Nardi, welchesich mit einem, von dem Merkur ge-haltenen, Prolog eröfnet, zu Vene-dig aufgeführt. Es ist, indessen,wahrscheinlich, daß noch früher,entweder zu Rom oder an andernOrten Italiens, Komödien gespieltworden sind, weil sonst die angeführ-ten frühem Stücke schwerlich, wassie seyn sollen, älter, in so fern seynkönnten, als sie, sichtlich, mit einemAuge auf wirkliche Vorstellung ab-gefaßt zu seyn scheinen. Für bloße,zum Lesen bestimmte Kunstwerke, las-sen sie kaum sich ansehen. Auch wer-den in den Pompe Sinese des Jsid.Ugurgieri Azzolini, Pistoj. 1649. 4.sehr vieler, und sehr frühzeitiger,von den verschiedenen Akademistenzu Sienna, und nicht blos daselbst,sondern auch, später, in Rom, un-ter Pabst Leo dem zehnten, gegebe-nen Vorstellungen von Komödien ge-dacht. Von diesen und mehrernAkademisten, oder andern Privatge-sellschaften sind aber auch vorzüglichdie regelmäßigen Stücke gespielt wor-den. Die eigentlichen Schauspielerhaben, wie gedacht, sich nie oderdoch selten damit befaßt. Geschrie-ben wurden deren, indessen, vondiesem Zeitpunkte, vom Anfange desS; sich«