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sechzehnten, bis zur Mitte des sieb-zehnten Jahrhunderres sehr viele.Riccoboni (in f. Hiíh du Théâtreitalien, B-1. S. 131 u. f.) zähle derblos gedruckten über sechstchalb hun-dert, und mehr als 90 komische Dich-ter auf; und bey dem Quadrio (a.a.O- S-6i u. f.) finden sich deren nochmehrere verzeichnet. Die merkwür-digsten dieser Dichter sind: Lud.2 Í cio sie (f 1 536) vTic. Maccbiavelli(f 1526) Ecc- Lenrivoglro (154z)XÍíc. Secco (154?) Pier. Aretino(t 1557) Eiov. Mae. Lecct)i(iZ7o)Gfor;a degli Gddi (1578) LuigiGcoto, Lieco SÄVrra (1579) An-end. Laco (611 8traecioni, Ven.158a. la.) Lil. Gaerano (isieg)(fiiovd. della Porra (f 1615) Glk.k'Jsa (f 1622) Enc. Alrano (162s)Beizn. Sale (1639) Mied. Ang.Buonacotti (f >946). Uebrigensist ein großer Theil dieser Komödienauch in Prosa abgefaßt; aber, nachdenen zu urtheilen, welche mir ge-nauer bekannt sind, fehlt ihnen doch,größtentheils, viel von der Wahr-heit und dem Leben, wodurch, inder Vorstellung, das Lustspiel alleinanziehend wird. Sie sind fast allezu genau nach den Mustern der Al-ten abgefaßt, und die darin aufge-führten Charaetere mehr nach abge-zogenen Begriffen, als nach der Na-tur, oder doch höchst flach geschil-dert, so wie der Dialog keineswe-ges eharaeteristisch, und die Fabelin den mehresten äußerst romanhaftund verwickelt. Viele Italiener selbst,wie, z. B. Baretti, in der Beschrei-bung der Sitten in Italien, urthei-len nicht günstiger davon. Allein,als bloße Kunstwerke, betrachtet,fehlt es ihnen keinesweges an Werth.Daß deren übrigens in der letztemHälfte des siebzehnten, bis in denAnfang des achtzehnten Jahrhun-dertes wenige mehr erschienen, undnoch weniger gespielt wurden, ist be-reits vorher bemerkt worden. Die
Opernsucht ergriff die Italiener miteiner solchen Wuth, daß sie, außerdiesen, und der immer schlechter wer.denden Comedia stell' arte , kein an.deres Schauspiel mehr sehen wollten. !Nie. Amenea (f 1719) scheint einerder ersten gewesen zu seyn, welcherwieder regelmäßige und gute Stücke,dem Slgnoreüi, Th. 2. S. 1 zuFolge 7 an der Zahl, lieferte. Mirsind deren nur viere bekannt, wo.von aber das erste, II Pore», schonVen. 17-10. X2. gedruckt ist. — Ihmfolgten: Gicsl. Gigli (f 1722) des-sen Litiganti, Ven. 1704. 12. IIDon Pilone, eine Nachahmung desTartuffe, Lucca 1711. 8- gedrucktworden sind. Uebrigens sind derennoch mehrere von ihm vorhanden.—Nie. Saleeno (Gianne Barattieri,Gen. 1717.8-) — Al. Massel (LeCeremonie, Ver. 1730. 8-)— Glas.Gor. Locio (Teatr. trag. ecomico,Ven. 1732. Z. 2B-) — Giov. Bat.Lagivoli (Opere, Fir. 1734-1736. ,8- 63 ). Ven. 1753. >3. 7P.) n. a. 'm. Die größte Veränderung aberbewirkte in so fern Eaclo Goldoni, !xfls seine Stücke wirklich, und in !mehr, als einer Stadt Italiens, auf 'öffentlichen, und die Stücke derübrigen entweder gar nicht, oderdoch nur, wie die Komödien desFa« 'givoli, auf akademischen oder Pri-vattheaterw gespielt wurden. Ersieng damit an, die alten, den Jta» 1lienern beliebten Tragikomödien, den !Belisar, D. Juan, Renaud deMvn- 'tauban, u. a. m^ von Ungereimthei- !ten zu reinigen, und den Harlekindaraus wegzulassen; hierauf schrieber ein eigentliches Charaeterstück,lVIomolo Cortesan , oder Puomo diMondo, worin aber nur die Haupt«rolle ausgeführt, die andern derWillkühr der Schauspieler überlassenwaren. Endlich gab er, im I. » 74 °ein völlig geschriebenes Stück, dieDonna dl Garbe, und in der Fênoch beynahe 60 von eben dieser Art,
wovon